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Ivanka Trump (l), Christine Lagarde (M) und Angela Merkel am Dienstag in Berlin.

Keystone/EPA/CARSTEN KOALL

(sda-ats)

Auf dem G20-Frauengipfel in Berlin hat die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auch US-First Daughter Ivanka Trump für ihre Idee zur Frauenförderung ins Boot zu holen versucht. Das Ziel: die Einigung auf einen Finanzfonds beim G20-Gipfel in Hamburg.

Merkel strebt zur besseren Förderung von Frauen in Entwicklungsländern einen etwa von Deutschland, den USA, Kanada und den Niederlanden gefüllten Geldfonds an. Dieser könnte bei der Weltbank angesiedelt und weiter aufgestockt werden, sagte Merkel beim Frauengipfel im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft am Dienstag in Berlin.

Mit auf dem Podium sassen unter anderen die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, Ivanka Trump, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sowie die niederländische Königin Maxima.

Der Zugang von Frauen zu finanziellen Möglichkeiten müsse verbessert werden, forderte Merkel. "Das wollen wir in den politischen Prozess einspeisen." Frauen in Entwicklungsländern müssten mehr Kleinkredite bekommen. Frauen könnten besser und lebensnaher wirtschaften.

"Geschlechterlücke" schliessen

IWF-Chefin Christine Lagarde rief alle Staaten auf, für Frauen bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und eine stärkere Teilhabe am Unternehmertum zu verschaffen. Aus drei Gründen würde damit die Weltwirtschaft deutlich angekurbelt.

Mehr Gleichberechtigung sorge für mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze, die Wirtschaft würde differenzierter gestaltet und damit der Handel gestärkt. Drittens würde Diskriminierung gemindert, was der Wirtschaft ebenfalls zu Gute käme. Würden etwa die USA die "Geschlechterlücke" schliessen, würde die Wirtschaft dort um fünf Prozent wachsen, sagte Lagarde.

Ivanka Trump sagte, in den USA seien die Probleme in dieser Frage zwar geringer als anderswo, doch auch dort gebe es noch Nachholbedarf - etwa bei der Zahl der Frauen, die Unternehmen führen. "Wir sind noch lange nicht am Ziel", sagte die 35-Jährige.

Angela Merkel hatte Ivanka Trump zu der Dialogveranstaltung "Women20 Summit" in der deutschen Hauptstadt mit Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft eingeladen. Am 7. und 8. Juli wird in Hamburg das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer stattfinden.

Ivanka Trump verteidigt ihren Vater

Trump verteidigte ihren Vater gegen Kritik, die er sich mit früheren abschätzigen Kommentaren über Frauen eingehandelt hatte. Sie wisse aus eigener Erfahrung, dass er eine positive Haltung gegenüber Frauen habe und auch ihre Rolle in der Arbeitswelt schätze.

Auch sie selbst sei ohne jede Hürde aufgewachsen, sagte die Tochter des Immobilienmilliardärs. "Es gab keinen Unterschied zwischen mir und meinen Brüdern."

SDA-ATS

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