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Bisse von Schweizer Spinnen sind harmlos. Wird jemand von einer Spinne gebissen, ruft das höchstens schwache Schmerzen, Rötungen und Schwellungen hervor. Dieses Fazit ziehen Forscher nach der ersten Auswertung von Daten aller Schweizer Hausärzte zu Spinnenbissen.

Die Hausärzte meldeten laut einer Mitteilung der Universität Bern in den letzten zwei Jahren dem Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum insgesamt 14 Spinnenbisse. Sie stammten nach einer Analyse der Spinnen durch den Berner Spinnenforscher Wolfgang Nentwig von fünf einheimischen Arten wie etwa der Hauswinkelspinne.

In zwei der vierzehn Fälle wurden ältere Frauen wegen etwas stärkerer Schmerzen zur Sicherheit ins Spital geschickt. Dort verschwanden die Symptome innerhalb von Stunden ohne Nachwirkungen wieder.

Doch nicht nur die Wirkung der Bisse ist gering, auch die Anzahl Bisse ist nicht gross: Immerhin lebten in der Schweiz rund 1000 Spinnenarten, heisst es in der Mitteilung - häufig in der Nähe der Menschen.

Wespen und Bienen sind gefährlicher

Viel gefährlicher als Spinnenbisse sind für die Forscher Wespen- und Bienenstiche: "An Wespen- und Bienengift sterben wegen allergischer Reaktionen in Europa mehrere Menschen pro Jahr, während weltweit seit 50 Jahren kein einziger Todesfall wegen einer giftigen Spinne registriert wurde": So wird Nentwig in der Mitteilung zitiert.

Die Diskrepanz zwischen der weit verbreiteten Angst vor Spinnenbissen und ihrer Harmlosigkeit führt der Spinnenforscher einerseits auf irrationale Ängste gegenüber Spinnen zurück. Anderseits seien Ärzte zu wenig geschult, um Spinnenbisse tatsächlich als solche zu erkennen.

Die Erkenntnisse der Studie werden nun in der Zeitschrift "Toxicon" publiziert. Die medizinischen Aspekte werden zudem im "Swiss Medical Weekly" veröffentlicht, um die Hausärzte zu erreichen.

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SDA-ATS