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Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen wählen die Bürger der Atommacht Pakistan an diesem Samstag ein neues Parlament. Es ist das erste Mal in der 65-jährigen Geschichte des Landes, dass eine zivile Regierung die Macht an demokratisch gewählte Nachfolger übergibt.

Mehr als 620'000 Sicherheitskräfte - darunter 90'000 Soldaten - sollen die Abstimmung vor Taliban-Anschlägen schützen. Mehr als 86 Millionen Pakistaner sind aufgerufen, über die Vergabe von 272 Sitzen zu entscheiden.

Der bisherigen Regierung unter der Volkspartei PPP von Präsident Asif Ali Zardari droht eine Niederlage. Die besten Aussichten auf einen Wahlsieg hat nach einer repräsentativen Umfrage die Muslim-Liga (Nawaz/PML-N) von Nawaz Sharif, der schon zweimal Premierminister war.

Demnach folgt die Tehreek-e-Insaf (PTI) von Cricket-Legende Imran Khan, erst auf dem dritten Platz landet die PPP. Vorläufige Ergebnisse werden am Sonntag erwartet.

Anschläge überschatten Wahlkampf

Der Wahlkampf, der in der Nacht zu Freitag endete, war von Gewalt vor allem der Taliban überschattet worden. Mehr als 110 Menschen wurden getötet. Die Extremisten halten Demokratie für "unislamisch". "Es gibt Menschen, die die Wahlen um jeden Preis verhindern wollen", sagte Informationsminister Arif Nizami am Freitag.

Die Sicherheitsvorkehrungen seien noch einmal verschärft worden. Die Armee stelle deutlich mehr Soldaten als die ursprünglich geplanten 70'000. Die Behörden hätten die Grenzübergänge geschlossen.

Am Tag vor der Wahl wurden bei einem Bombenanschlag im Stammesgebiet Nord-Waziristan mindestens drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Aus Sicherheitskreisen hiess es, die meisten Opfer seien Passagiere eines Busses gewesen, neben dem der Sprengsatz auf einem Markt detonierte. An dem Markt haben allerdings auch mehrere Parteien ihre Büros.

Bei einem Bombenanschlag auf ein PPP-Büro in der Stadt Quetta wurden nach einem Medienbericht fünf Menschen verletzt. Bei Gefechten im Stammesgebiet Kurram wurden nach Armeeangaben drei Soldaten und neun Taliban-Kämpfer getötet.

Appell an Bürgerrechte

Der Chef der Wahlkommission, Fakhruddin Ibrahim, rief die Pakistaner dazu auf, ihre Stimme abzugeben und sich von den Gewaltdrohungen nicht abschrecken zu lassen.

"Wenn gute Menschen ihr Wahlrecht nicht nutzen, werden schlechte Menschen gewählt. Ich glaube, die Zukunft des Landes wird eine andere sein, wenn 60 Prozent der Wähler ihre Stimme abgeben", sagte Ibrahim. "Der Tag ist gekommen, an dem die Menschen ihre Macht beweisen können."

Bei der Parlamentswahl 2008 lag die Wahlbeteiligung bei 43,7 Prozent.

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SDA-ATS