Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Anhaltende Proteste in Tunesien setzen die Übergangsregierung weiter unter Druck. Am Dienstag sind rund tausend Menschen in Tunis erneut gegen die mit dem alten Machtapparat verfilzte Regierung auf die Strasse gegangen.

Mehr als tausend Menschen protestierten vor dem Regierungssitz in Tunis gegen das Kabinett von Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi. In Sprechchören kritisierten sie die Beteiligung von Mitgliedern der ehemaligen Regierungspartei an der Übergangsregierung.

Zahlreiche Demonstranten hatten zuvor bereits einer nächtlichen Ausgangssperre getrotzt und die zweite Nacht in Folge in Zelten auf dem Platz vor dem Regierungssitz verbracht, ohne dass die Armee einschritt.

Viele Demonstranten kamen aus armen ländlichen Regionen zu den Protesten nach Tunis. Am frühen Morgen stimmten sie unter Beobachtung des Militärs die tunesische Nationalhymne an und hissten Landesfahnen.

Eine Gruppe von Demonstranten beschimpfte und verfolgte den prominenten Oppositionspolitiker Moncef Marzouki, als dieser die Menge vor dem Finanzministerium begrüssen wollte. Dort demonstrierten Anwälte gegen die Übergangsregierung.

Die Angreifer nannten Marzouki, den früheren Präsidenten der tunesischen Menschenrechtsliga, einen "Agenten der Franzosen und Amerikaner". Der 65-jährige Gründer der unter dem geflohenen Machthaber Zine al-Abidine Ben Ali verbotenen linksgerichteten Partei Kongress für die Republik (CPR) kehrte vor einer Woche aus seinem langjährigen Exil in Frankreich zurück und will bei der anstehenden tunesischen Präsidentschaftswahl antreten.

Finanzielle Hilfe angekündigt

Die Übergangsregierung kündigte finanzielle Hilfen in Höhe von umgerechnet rund 340 Millionen Franken für die Bevölkerung in den ländlichen Regionen des Landes an.

Das Geld solle in öffentliche Projekte fliessen, die Menschen Arbeit geben, sagte der für Regionalentwicklung zuständige Minister und frühere Oppositionspolitiker Nejib Chebbi im tunesischen Fernsehen. Ausserdem sollten Geschäftsleute, die durch die Unruhen Verluste erlitten hätten, sowie Angehörige der dutzenden Todesopfer entschädigt werden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS