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Eine Thailänderin wird im Kanton Bern beschuldigt, über 80 Frauen aus Thailand als Prostituierte in die Schweiz vermittelt und Geld kassiert zu haben. (Symbolbild)

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

(sda-ats)

Eine Thailänderin soll ungefähr 80 Landsleute in die Schweiz gelockt haben, die sich in Etablissements prostituieren mussten. Die Berner Staatsanwaltschaft klagt die Frau nun wegen gewerbemässigem Menschenhandel an. Die Thailänderin ist bereits im Strafvollzug.

Die Ermittlungen, die zur Anklage führten, dauerten mehrere Jahre, wie die Kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben am Dienstag mitteilte. Die 57-jährige Frau muss sich nicht nur wegen gewerbemässigem Menschenhandel verantworten, sondern auch wegen Förderung der Prostitution, Geldwäscherei und Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz.

Seit 2011 soll die Beschuldigte von Thailand aus die Einreise von Landsleuten aus ärmlichen Verhältnissen in die Schweiz organisiert haben. Die Frauen wurden an Etablissements im Kanton Bern und in noch weiteren Kantonen vermittelt. Sie mussten für die Vermittlung 25'000 bis 30'000 Franken abzahlen, durch Prostitution.

Die Prostituierten hatten ihren Verdienst an die Betreiberinnen der Etablissements abzugeben, die die Hälfte davon behielten. Mit dem Rest wurden die "Reiseschulden" der Frauen abbezahlt. Die Prostituierten wurden bei der "Arbeit" überwacht und sie konnten sich nicht völlig frei bewegen.

Rund 80 Opfer der Frau haben die Behörden ausfindig machen können. Neun von ihnen sind bereit, sich am Strafverfahren als Privatklägerinnen zu beteiligen. Gestützt auf Erfahrungen aus anderen Verfahren zu Menschenhandel sei das eine relativ hohe Zahl an Privatklägerinnen, schrieb die Staatsanwaltschaft.

Im Oktober 2014 wurde die mutmassliche Menschenhändlerin am Flughafen Zürich festgenommen. Auf Grund von früheren Verfahren war sie als mutmassliche Drahtzieherin identifiziert worden. Sie befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug.

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SDA-ATS