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Nach der brutalen Tötung eines Mannes vor einer Kaserne in London ist es in Grossbritannien vereinzelt zu islamfeindlichen Aktionen gekommen. Premierminister David Cameron berief für Donnerstagmorgen eine zweite Sitzung des Nationalen Sicherheitskabinetts ein.

Am Mittwochnachmittag hatten zwei Angreifer vor einer Kaserne mit einem Fleischerbeil oder einer Machete einen Mann getötet. Die Behörden bestätigten zunächst nicht Augenzeugenberichte, wonach es sich bei dem Getöteten um einen Soldaten der britischen Armee handelte.

Cameron, der sich zum Zeitpunkt der Tat in Paris aufhielt, machte sich umgehend auf den Rückweg. Noch für den Mittwochabend berief er eine erste Sondersitzung des Nationalen Sicherheitskabinetts ein. Innenministerin Theresa May sagte nach der Sitzung, es sei ein Anschlag "auf alle in Grossbritannien" gewesen.

Es gebe starke Anzeichen, dass es sich um einen terroristischen Anschlag handle, sagte Cameron. Grossbritannien werde vor Terroristen "niemals einknicken". Königin Elizabeth äusserte sich besorgt über den Angriff, wie ein Palastsprecher mitteilte.

Britische Muslime distanzieren sich

Der britische Muslimrat verurteilte das Verbrechen: "Nichts rechtfertigt diesen Mord", hiess es in einem Statement. "Barbarische Akte können in keiner Weise mit dem Islam entschuldigt werden"

In der Nacht auf Donnerstag kam es in Grossbritannien vereinzelt zu islamfeindlichen Aktionen. Ein 43-Jähriger wurde festgenommen, als er mit einem Messer in eine Moschee in der Hauptstadt eindrang, wie ein Abgeordneter auf Twitter berichtete. Ein zweiter Mann wurde wegen Verdachts auf rassistisch motivierte Sachbeschädigung im Südosten des Landes festgenommen.

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SDA-ATS