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Teheran - Die US-Bürgerin Sarah Shourd ist nach mehr als einem Jahr iranischer Haft am Dienstag freigelassen worden. Dies sagte ihr Anwalt Masud Shafie. Um die Freilassung der 32-Jährigen hatte es in den vergangenen Tagen ein Hin und Her gegeben.
Die 32 Jahre alte Sarah Shourd habe das Land verlassen, bestätigte die Schweizer Botschaft in Teheran am Dienstagabend, die im Iran die US-Interessen vertritt, weil Washington und Teheran seit der Islamischen Revolution von 1979 keine diplomatischen Beziehungen unterhalten.
Die Frau war nach Zahlung einer Kaution von umgerechnet rund einer halben Million Dollar an die Schweizer Botschaft in Teheran übergeben worden, wie die iranische Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt hatte.
Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) begrüsste am Dienstag die Freilassung von Shourd. Das EDA habe über seine Botschaft regelmässig bei den iranischen Behörden interveniert, wurde Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in einem EDA-Communiqué zitiert. Das EDA werde sich weiterhin für die Freilassung der beiden in Haft bleibenden US-Amerikaner einsetzen.
Festnahme im Grenzgebiet
Die US-Bürgerin war am 31. Juli 2009 mit zwei Landsmännern von iranischen Truppen nahe der Grenze zum Irak aufgegriffen worden. Die Gruppe erklärte, während einer Wanderung versehentlich die Grenze überquert zu haben. Die iranischen Behörden werfen ihnen illegalen Grenzübertritt und Spionage vor.
Die US-Regierung hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass Shourd und die beiden Männer nicht für die US-Regierung arbeiteten.
Anklage bestätigt
Die Teheraner Staatsanwaltschaft hatte am Wochenende die Anklage gegen alle drei wegen Spionage bestätigt. Sie erklärte aber zugleich, dass Shourd "aus gesundheitlichen Gründen" ausreisen dürfe.
Shourd leidet laut ihrer Mutter unter Depressionen. Zudem seien bei ihr Gebärmutterhalskrebs im Vorstadium sowie eine Geschwulst in der Lunge diagnostiziert worden. Nach Angaben des Anwalts, der auch die beiden Männer vertritt, verlängerte das Gericht deren Haft um weitere zwei Monate.
Der Iran hatte am Freitagabend die am Vortag angekündigte Freilassung der 31-Jährigen kurzfristig verschoben. Zwei Tage später erklärte er sich wieder bereit, sie auf freien Fuss zu setzen.

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SDA-ATS