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Teheran - Im Südosten des Iran haben zwei Selbstmordattentäter vor einer bedeutenden schiitischen Moschee mindestens 27 Menschen getötet. Zu dem Doppelanschlag, bei dem auch Mitglieder der staatstreuen Revolutionsgarden getötet wurden, bekannte sich eine sunnitische Rebellengruppe.
Die Attentäter sprengten sich fast zeitgleich unweit der Grossen Moschee in der Stadt Zahedan in die Luft. Offiziellen Angaben zufolge wurden mindestens 270 Menschen verletzt.
In der Moschee hatte sich zahlreiche Gläubige versammelt, um den Geburtstag des Imams Hussein, des Enkels des Propheten Mohammed, zu feiern. Aus diesem Anlass werden alljährlich auch die iranischen Revolutionsgarden gefeiert.
Gegen RevolutionsgardenDie Tat habe sich gegen die iranischen Revolutionsgarden gerichtet, teilte die Gruppe in einer Erklärung mit, die am Freitag auf der Dschundallah-Internetseite zu finden war. Die Elitetruppe der Revolutionsgarden ist eine der zentralen Stützen des Iran.
Die Rebellen begründeten die Tat in ihrer Erklärung mit wiederholten "Gräueltaten des Regimes" in der Provinz Sistan-Belutschistan. Die Region, in der viele Sunniten leben, ist eine Hochburg des sunnitischen Widerstands gegen die schiitische Vorherrschaft im Iran. Seit zehn Jahren verüben Dschundallah-Rebellen dort Angriffe.
In einer E-Mail an den Fernsehsender Al-Arabija erklärte die Dschundallah, sie habe mit der Tat die Hinrichtung ihres Anführers Abdulmalik Rigi im Juni rächen wollen.
Er war als Drahtzieher mehrerer tödlicher Anschläge verurteilt und hingerichtet worden. Die Selbstmordattentate vom Donnerstag seien von Angehörigen Rigis verübt worden und hätten den Revolutionsgarden - der Eliteeinheit zum Schutz der iranischen Führung - gegolten, hiess es in der E-Mail.
Die Dschundallah kämpft nach eigenen Angaben für die Rechte der sunnitischen Minderheit im Iran. Die Führung im Iran beschuldigt ihren Erzfeind, die USA, die Gruppe zu unterstützen. Die USA weisen dies zurück.

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SDA-ATS