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London - Beim britischen Ölkonzern BP verdichten sich die Anzeichen, dass der umstrittene Chef Tony Hayward seinen Posten räumt. Die BBC meldete am Sonntagmittag, Hayward habe mit dem Konzern über die Modalitäten seines Rücktritts verhandelt.
Eine Erklärung Haywards sollte innert 24 Stunden folgen, hiess es unter Berufung auf "Unternehmenskreise". BP-Sprecher Toby Odone wollte den BBC-Bericht weder bestätigen noch dementieren: "Hayward hat weiterhin das Vertrauen des Aufsichtsrats", sagte er.
Am Montag trifft sich der BP-Verwaltungsrat, um die Personalie zu beraten. Das Gremium werde Haywards Entscheid absegnen, sagte Odone weiter, ohne konkreter zu werden. Gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters geht es dabei nur noch um den Zeitpunkt von Haywards Rücktritt.
Der 53-Jährige war wegen seines Krisenmanagements bei der Ölpest im Golf von Mexiko öffentlich scharf kritisiert worden. Die BBC nannte bereits Bob Dudley als Haywards Nachfolger. Dudley hatte von Hayward das Krisenmanagement für die Ölkatastrophe übernommen.
Am Dienstag präsentiert der Konzern die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2010. Analysten erwarten, dass BP trotz der Ölpest einen Gewinn von 10 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat. Die Ölpest kostete BP nach eigenen Angaben bis Mitte Juli 3,5 Mrd. Dollar.

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SDA-ATS