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Bern - In der Schweiz haben 800'000 Erwachsene Mühe mit Lesen und Schreiben. Das soll sich ändern, fordert der Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben. Deren Vertreter überreichten am Freitag Bundespräsidentin Doris Leuthard einen von 21'240 Menschen unterzeichneten Aufruf.
Darin fordert der Verband, dass das Recht, Lesen und Schreiben lernen zu dürfen, im neuen Weiterbildungsgesetz des Bundes verankert wird. Ausserdem sollen mit einer nationalen Sensibilisierungkampagne die Betroffenen motiviert werden, sich der Herausforderung zu stellen.
Für das Problem sensibilisiert werden sollen aber auch alle Berufstätigen, die Kontakt zu Erwachsenen haben, die nur mit grosser Mühe Lesen und Schreiben können.
Illettrismus sei nach vor ein grosses Tabu in der Gesellschaft, sagte Verbandspräsident Roger Nordmann. Politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger könnten sich oft nicht einmal vorstellen, dass jemand in der Schweiz Lese- und Schreibschwächen habe, sagte der Waadtländer SP-Nationalrat.
Problem erkanntBeim Bund ist die Botschaft angekommen: "Das Thema darf uns nicht egal sein", sagte Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard anlässlich der Übergabe der Unterschriften. Der Staat habe das Problem erkannt und verschiedene Massnahmen eingeleitet.
So werde sich das Parlament demnächst im Rahmen des Kulturförderungsgesetzes um Illettrismus kümmern. Schon bald werde zudem ein Entwurf für ein Weiterbildungsgesetz in die Vernehmlassung gehen.
Der Bund alleine könne das Problem aber nicht lösen, sagte Leuthard weiter. Alle seien gefordert. Etwa auch die Eltern, die dafür sorgen sollten, dass ihre Kinder nicht nur vor dem Fernseher sässen oder am Computer spielten.
Lesen und Schreiben seien grundlegende Fähigkeiten. Wer sie nicht beherrsche, werde isoliert. Dies zeige die Arbeitslosenstatistik: 36 Prozent der arbeitslosen Menschen in der Schweiz litten unter einer Leseschwäche.

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SDA-ATS