Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Eine der bedeutendsten privaten Sammlungen mit Werken des Künstlers Hans Krüsi (1920-1995) kommt nach Appenzell Ausserrhoden: Der Kanton kauft 136 Werke aus dem Nachlass des Sammlers Walter Irell-Ganzoni (1925-2007).

Regierungsrat Jürg Wernli sprach an einer Medienkonferenz am Mittwoch in Trogen von einem "Glücksfall" und einem "Highlight". Die private Krüsi-Sammlung wird für 250'000 Franken erworben. 50'000 Franken kommen aus dem kantonalen Kulturfonds, 200'000 Franken von fünf Stiftungen.

Laut Margrit Bürer, Leiterin des Ausserroder Amts für Kultur, handelt es sich um eine hochwertige Sammlung. Sie umfasst 30 Bilder mittlerer Grösse, 36 Werke im Format A4, 59 kleinere Formate, acht Serviettenzeichnungen und zwei Objekte. Die Techniken und Formen sind vielfältig.

Die Witwe des Sammlers, Verena Ganzoni Irell, war an verschiedene Institutionen herangetreten, darunter an das Museum für Volkskunde in Stein AR. Sie suchte einen Platz, um die Krüsi-Sammlung ihres Ehemanns als Ganzes zu erhalten und zugänglich zu machen.

Dank der Unterstützung von fünf Stiftungen konnte der Kanton die 136 Werke erwerben. Damit wird laut Margrit Bürer eine Lücke in der kantonalen Kunstsammlung geschlossen. Bisher besitzt Ausserrhoden erst eine einzige Servietten-Zeichnung des Künstlers.

Ausstellung in Speicher AR

Der Kanton plant die Sammlung frühestens ab Herbst im Museum für Lebensgeschichten in Speicher AR auszustellen. Dort verbrachte der Künstler Hans Krüsi in seiner Jugend 16 Jahre.

Auch der Sammler Walter Irell, ein schweizerisch-uruguayischer Doppelbürger aus einer Industriellenfamilie, hatte Beziehungen zu Speicher. Die Sammlung wird vom Kanton inventarisiert. Es soll ein Online-Katalog veröffentlicht werden.

Bekannter Aussenseiter-Künstler

Hans Krüsi kam 1920 in Zürich zur Welt. Er verbrachte seine Kindheit und seine Jugend in Pflegefamilien und im Waisenhaus Speicher AR. Später arbeitete er trotz schwächlicher Konstitution als Knecht, Waldarbeiter und Gärtnergehilfe an wechselnden Orten, unterbrochen von Kuraufenthalten wegen einer Lungenkrankheit.

1948 wurde er selbständiger Blumenverkäufer mit Standplatz in Zürich und Wohnsitz in St. Gallen. Erst etwa 1975 begann er zu zeichnen und zu malen, wurde 1980 von der Kunstwelt entdeckt und konnte sich in der Folge als professioneller Ausseinseiter-Künstler mit überregionaler Ausstrahlung etablieren. Hans Krüsi starb 1995.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS