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Im Verfahren um Preisabsprachen bei elektronischen Büchern droht Apple eine Niederlage. Eine Aussage von Richterin Denise Cote lässt für den Computerkonzern nichts Gutes erahnen.

Cote äusserte gestern noch vor Beginn der Verhandlung ihre vorläufige Einschätzung: "Ich gehe davon aus, dass die Regierung beweisen kann, dass Apple wissentlich an Preisabsprachen für E-Books teilgenommen und sie unterstützt hat", sagte sie. Damit wächst der Druck auf Apple, sich wie zuvor fünf Buchverlage aussergerichtlich zu einigen.

Cote betonte, ihre Einschätzung sei nicht endgültig. Sie habe noch nicht alle Akten zu dem Fall eingesehen. Dennoch ist es sehr ungewöhnlich, dass ein Richter bereits im Vorfeld der Verhandlung eine Beurteilung zu einem Fall abgibt.

Apple-Anwalt Orin Snyder teilte mit, der Konzern habe nicht an Preisabsprachen teilgenommen. Apple werde darlegen, dass die Preise für E-Books unterschiedlicher und nicht einheitlicher geworden seien. Das Justizministerium, auf dessen Ermittlungen die Klage zurückgeht, wollte sich nicht dazu äussern.

Bereits aussergerichtliche Einigungen

Apple und den fünf Verlagen wurde vorgeworfen, sich bei der Einführung des iPads vor drei Jahren abgesprochen und die Preise für elektronische Bücher angehoben zu haben. Apple ist der letzte verbliebene Angeklagte, der sich am 3. Juni verantworten muss.

Nach Hachette von Lagardere, HarperCollins von News Corp, Simon & Schuster von CBS und der Holtzbrinck-Tocher MacMillan stimmte am Mittwoch auch der Penguin-Verlag von Pearson einer aussergerichtlichen Einigung zu. Pearson zahlt 75 Millionen Dollar.

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SDA-ATS