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Arbeiterhilfswerk zeigt FIFA-Chef Sepp Blatter die gelbe Karte

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 14:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Die FIFA soll Fussball-Weltmeisterschaften nur noch an Länder vergeben, welche die Menschenrechte achten und Arbeiter nicht ausbeuten. Dies fordert das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH in seiner Petition "Gelbe Karte für Sepp Blatter".
Alle möglichen Bereiche einer Fussball-WM würden von der FIFA bis ins letzte Detail geregelt - von der Höhe der Grashalme auf dem Spielfeld bis hin zur Bildschirmdiagonale bei Public Viewings.
Anders sehe es jedoch bei den Menschen- und Arbeitsrechten aus, schreibt das SAH. Für die WM in Südafrika beispielsweise seien ganze Armenviertel plattgewalzt worden. Die Arbeiter auf den Baustellen müssten zudem zu einem Hungerlohn arbeiten.
Die FIFA habe diese Übergriffe zwar nicht selber veranlasst, aber auch nichts dagegen unternommen - obwohl Menschenrechtsverletzungen in Südafrika absehbar und auch bestens dokumentiert seien.
Die FIFA habe es eigentlich in der Hand, ihre milliardenschwere Verhandlungsmacht zum Wohle der Bevölkerung einzusetzen, wolle aber nicht über die eigene Verantwortung nachdenken.
Mit ihrer Petition will das Hilfswerk erreichen, dass die FIFA die Gastgeberländer, Lizenznehmer und Sponsoren künftig darauf verpflichtet, minimale Arbeitsrechte einzuhalten sowie die Menschenrechte zu achten.
Zum Start der Unterschriftensammlung rollte das SAH einen riesigen Fussball mit einem Durchmesser von 4,5 Metern auf die Zürcher Rathausbrücke. Nach einer Tournee durch 13 weitere Städte werden die Unterschriften Anfang Juni der FIFA übergeben.

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