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Die Arbeitslosenquote in der Schweiz bleibt bei 3,0 Prozent stabil. Veränderungen gibt es dagegen bei den Jugendlichen: Dank den reichlich vorhandenen Lehrstellen ging die Jugendarbeitslosigkeit leicht zurück, allerdings nur bei den 15- bis 19-Jährigen.

Zahlreiche Jugendliche dieser Altersgruppe begannen in September ihre Lehre. In diesem Jahr scheinen viele eine passende Lehrstelle gefunden zu haben. In der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen gegenüber dem Vormonat um 385 auf 5605, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

"Die Jugendlichen haben wenig Probleme, eine Lehrstelle zu finden", bestätigte Dominique Babey, stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Vermutlich hätten eher die Betriebe Schwierigkeiten, geeignete Lehrlinge zu finden, sagte Babey.

Mehr Arbeitslose gibt es dagegen in der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschriebenen Personen dieser Altersgruppe nahm um 325 auf 14'207 zu. "Der Berufseinstieg nach abgeschlossener Ausbildung erfordert oftmals eine gewisse Zeit", sagte Babey.

Über beide Altersgruppen gesehen ging die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im September um 60 Personen oder 0,3 Prozent zurück. Die Jugendarbeitslosenquote liegt wie schon im August bei 3,6 Prozent.

3,0 Prozent Arbeitslosigkeit ist für die Schweiz durchschnittlich

Die momentane Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent liegt für Schweizer Verhältnisse im durchschnittlichen Bereich. In den wirtschaftlich schwachen 1990er-Jahren bewegte sich die Arbeitslosenquote um die vier Prozent herum. In den boomenden frühen 2000er-Jahren lag sie dann zeitweise unter zwei Prozent.

Im September letzten Jahres betrug die Arbeitslosenquote noch 2,8 Prozent. Seither ist die Zahl der Arbeitslosen um 10'725 Personen gestiegen. Insgesamt waren Ende September 131'072 Menschen arbeitslos gemeldet. Das 1116 mehr als im August.

Mehr Arbeitslose gab es in erster Linie bei der ausländischen Bevölkerung. Während die Zahl der arbeitslosen Schweizer gegenüber dem Vormonat um 60 Personen zurückging, stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 1176 Personen.

"Das hängt damit zusammen, dass die Ausländer in Branchen mit starken saisonalen Schwankungen übervertreten sind", sagte Babey. Die Tourismusbranche beispielsweise spüre im September schon die abflauende Nachfrage und beschäftige daher weniger Personen.

Angestiegen ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im Vergleich zum August sind 100 zusätzliche Personen seit über einem Jahr arbeitslos. Dies entspricht einem Anstieg um 0,5 Prozent. 16,0 Prozent aller Arbeitslosen gelten mittlerweile als Langzeitarbeitslose.

SDA-ATS