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Arbeitslosigkeit im November in der Schweiz leicht gestiegen

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2010 - 15:54 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Arbeitslosigkeit sinkt langsam, aber kontinuierlich. Der leichte Anstieg von 3,5 auf 3,6 Prozent von Oktober auf November ist saisonbedingt und liegt unter dem Durchschnitt früherer Jahre. Die Unternehmen gehen guter Dinge ins nächste Jahr.
Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren waren im November 141'668 Arbeitslose registriert. Offiziell suchten 206'715 Personen eine Stelle, 4040 mehr als im Vormonat, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 8,6 Prozent weniger.
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 539 auf 17'598 Stellen. Für Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, entwickelt sich der Arbeitsmarkt erfreulich.
Saisonbereinigt sind nach Gaillards Angaben rund 21'500 Personen weniger arbeitslos als noch zu Jahresbeginn. Dafür sank die Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 2,7 Prozent, die seit August beständig abnimmt.
Die Krise im vergangenen Jahr hat sich mit Verzögerung auf die Langzeitarbeitslosigkeit ausgewirkt. Innert Jahresfrist stieg die Zahl der Personen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren um über ein Drittel auf 32'570 Personen. Laut Seco ist deren Zahl im November um 1,4 Prozent gesunken und hat somit ihren Höhepunkt hinter sich.
Überraschender Anstieg der Kurzarbeit
Ein überraschender Anstieg der Kurzarbeit ist laut Seco eine Zufallschwankung. Im September 2010 - aktuellere Daten sind noch nicht verfügbar - waren 9335 Personen in Kurzarbeit, 4,4 Prozent mehr als im Vormonat. Das Seco betont, die Kurzarbeit habe im laufenden Jahr insgesamt stark abgenommen.
In der Industrie hat sich laut Gaillard die Lage im Jahresverlauf deutlich verbessert. Es gebe zwar erste Abschwächungstendenzen bei den Exporten wegen des starken Frankens, aber diese hätten sich bisher noch nicht auf den Arbeitsmarkt niedergeschlagen.
Optimistische Unternehmen
Die Unternehmen ihrerseits sind trotz Unsicherheiten wegen der Eurokrise optimistisch. So rechnen nach einer Umfrage des Stellenvermittlers Manpower bei 786 Unternehmen 88 Prozent der Firmen mit einer unveränderten Beschäftigtensituation im ersten Quartal 2011.
Urs Schüpbach, Leiter von Manpower Schweiz, wertet dies "ein gutes Signal". Dank des starken Aufschwungs hätten die Unternehmen rasch neue Mitarbeiter eingestellt. "Wir sind nun auf einem hohen Niveau", sagte Schüpbach. Dass die Arbeitgeber nun keine Veränderung erwarteten, sei sehr erfreulich.

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