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Die Industrie ist so optimistisch ist wie zuletzt vor dem Frankenschock Anfang 2015. (Archiv)

Keystone/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Der Arbeitsmarkt in der Schweiz entwickelt sich erstmals seit rund zweieinhalb Jahren wieder positiv. Es gibt derzeit mehr Unternehmen, die Stellen schaffen wollen, als solche, die einen Abbau planen.

Der vierteljährlich von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) berechnete Beschäftigungsindikator notierte im 2. Quartal 2017 bei 1,4 Punkten. Er lag damit zum ersten Mal seit dem 3. Quartal 2014 wieder über null. Vor einem Quartal hatte der Indikator noch knapp unter der Nullgrenze gelegen.

Damit verfestige sich der zuletzt beobachtete Anstieg des Indikators, teilte die KOF am Donnerstag mit. Das liege unter anderem an der Industrie, die so optimistisch ist wie zuletzt vor dem Frankenschock Anfang 2015.

Der Anstieg sei breit abgestützt und lasse auf eine erfreuliche Entwicklung auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt im kommenden Sommerhalbjahr hoffen, kommentiert die KOF die Zahlen. So seien die Beschäftigungspläne vieler Unternehmen im Dienstleistungssektor wie etwa im Versicherungswesen und im Gastgewerbe etwas positiver als zuletzt.

Bau und Industrie dynamischer

Positiv entwickelten sich auch die Beschäftigungsindikatoren des zweiten Sektors. Im Baugewerbe stieg der Indikator auf einen Wert, der zuletzt Mitte 2014 verzeichnet wurde.

Das Gleiche gilt für die Industrie. Zwar liege der Industrieindikator weiterhin im negativen Bereich - somit besteht laut KOF noch kein Grund zur Euphorie. Doch der neue Wert des Industrieindikators übersteige die Werte aller vorangehenden Quartale seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar 2015.

Das deute darauf hin, dass sich die verbesserte Geschäftslage des Verarbeitenden Gewerbes in der Schweiz zunehmend in einer gesteigerten Bereitschaft niederschlägt, zusätzliches Personal anzustellen oder zumindest auf einen weiteren Stellenabbau zu verzichten, schreibt die KOF. Einzig der Grosshandel verzeichnet gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang.

Für den Indikator befragte die KOF rund 4500 Unternehmen in der Schweiz zu ihrer Beschäftigungssituation und zu ihren Beschäftigungsplanungen.

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SDA-ATS