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Die Schweiz bleibt in der WM-Qualifikation makellos. In Genf gewinnt sie gegen Lettland auch das fünfte Spiel. Das entscheidende 1:0 erzielt Rückkehrer und Joker Josip Drmic nach 66 Minuten.

Mit dem fünften Sieg verlängerte die Schweiz nicht nur ihren perfekten Start in die WM-Qualifikation, sie stellte auch einen Rekord auf. Noch nie hat sie eine Ausscheidungsphase mit fünf Erfolgen begonnen. Die bisherige Bestmarke stammte aus den Jahren 1970/71. Die Gelegenheit, den Rekord auszubauen, bietet sich der Schweiz im Juni; dann spielt sie auswärts gegen die Färöer.

Über eine Stunde lang rannten die Schweizer vergeblich an. Nach dem Seitenwechsel mit mehr Tempo als zuvor, aber weiterhin ohne die nötige Präzision im Abschluss. Xherdan Shaqiri aus acht Metern (49.) und Admir Mehmedi (58.) aus spitzem Winkel scheiterten am lettischen Torhüter Andris Vanins. Es waren die Paraden vier und fünf des FCZ-Keepers, der schon vor der Pause Chancen von Mehmedi, Haris Seferovic und François Moubandje vereitelt hatte.

Es waren also schon mehr als 60 Minuten gespielt, die Zeit wurde weniger und der in der WM-Qualifikation bis anhin makellosen Schweizer Equipe drohte trotz krasser Dominanz der erste Punkteverlust. Doch dann wechselte Trainer Vladimir Petkovic in der 64. Minute einen zweiten Mittelstürmer ein. Er riskierte zu einem frühen Zeitpunkt viel und ersetzte Mittelfeldarbeiter Gelson Fernandes durch den 2016 fast ein ganzes Jahr lang verletzten Josip Drmic.

Das Risiko zahlte sich schnell aus. Keine 120 Sekunden stand Drmic auf dem Platz, als er eine perfekte Flanke von Mehmedi aus fünf Metern ins Tor nickte. Es war das neunte Tor im Nationalteam von Drmic und das erste seit über 16 Monaten. Dass das entscheidende Zuspiel von Mehmedi kam, hatte seine Logik. Der Flügel von Bayer Leverkusen war gerade nach der Pause einer der gefährlichsten Schweizer. Viel lief über seine rechte Seite, Xherdan Shaqiri auf dem anderen Flügel blieb dagegen blass und wurde nach 77 Minuten ausgewechselt.

Nach dem Führungstor war der Schweizer Sieg nicht mehr in Gefahr. Die Letten, die im Herbst nach ihrem Startsieg in Andorra dreimal in Folge verloren, waren im Angriff zu harmlos, um die Schweizer nochmals bedrängen zu können. Yann Sommer musste im ganzen Spiel nicht einen gefährlichen Schuss parieren.

Telegramm:

Schweiz - Lettland 1:0 (0:0)

Genf, Stade de Genève. - 25'000 Zuschauer. - SR Besborodow (RUS). - Tor: 66. Drmic (Mehmedi) 1:0.

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Moubandje; Gelson Fernandes (64. Drmic), Xhaka; Shaqiri (77. Zuber), Dzemaili, Mehmedi; Seferovic (84. Freuler).

Lettland: Vanins; Freimanis, Jagodinskis, Gorkss, Solovjovs; Laizans; Visnakovs (57. Gabovs), Lazdins (77. Gutkovskis), Kluskins, Davis Ikaunieks (69. Rakels); Sabala.

Bemerkungen: Schweiz ohne Rodriguez, Behrami und Embolo (alle verletzt), Lettland ohne Maksimenko (gesperrt) und Rudnevs (familiäre Gründe). Verwarnungen: 28. Lazdins (Foul). 49. Fernandes (Foul). 52. Schär (Foul). 54. Freimanis (Foul).

SDA-ATS

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