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Der wegen illegaler Waffenlieferungen bereits verurteilte frühere argentinische Präsident Carlos Menem muss sich seit Montag erneut vor Gericht verantworten.

Nach Angaben des Obersten Gerichts wird dem 83-Jährigen Steuerhinterziehung vorgeworfen: Unter anderem soll er zwei Bankkonten verschwiegen haben, darunter eines mit einem Guthaben von sechs Millionen Dollar, sowie Aktien, Autos, ein Kleinflugzeug und Immobilien. Neben Menem ist auch seine Tochter Zulema angeklagt.

Bereits im Juni war der langjährige Staatschef wegen illegaler Waffenlieferungen während seiner Amtszeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden: Er und sein damaliger Verteidigungsminister Oscar Camilion wurden für schuldig befunden, in den 1990er Jahren insgesamt 6500 Tonnen Waffen und Munition via Panama und Venezuela an Kroatien und Ecuador geliefert zu haben, als beide Länder unter einem Waffenembargo standen.

Menem war zwischen 1989 und 1999 Präsident von Argentinien. Bis heute ist er Senator und geniesst deshalb Immunität. Sollte er einer Amtsenthebung entgehen, muss er seine Haftstrafe nach Angaben von Rechtsexperten spätestens nach Ende seines Mandats in vier Jahren antreten.

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SDA-ATS