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Armee beendet nach 13 Monaten Gefängnisblockade in Aleppo

Dieser Inhalt wurde am 22. Mai 2014 - 12:45 publiziert
(Keystone-SDA)

Syrischen Regierungstruppen ist es nach 13 Monaten gelungen, den Belagerungsring islamistischer Rebellen um das Zentralgefängnis von Aleppo zu durchbrechen.

Dies berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter am Donnerstag unter Berufung auf politische Gefangene.

Einheiten der Armee seien am Morgen zusammen mit Kämpfern regierungstreuer Milizen auf das Gelände des Gefängnisses im Norden der Stadt vorgedrungen. Dort sollen sich derzeit noch mehr als 3000 Häftlinge befinden.

Der Fernsehsender der libanesischen Hisbollah-Bewegung, deren Miliz auf der Seite der Truppen von Präsident Baschar al-Assad kämpft, veröffentlichte ein Foto mit der Bildunterschrift "Soldaten der syrischen Armee beim Frühstück im Zentralgefängnis von Aleppo". Auf dem Foto sind zusammen mit den Soldaten auch Zivilisten zu sehen.

Durch die Belagerung des Gefängnisses hatte sich die Versorgungslage für die Häftlinge dramatisch verschlechtert. Dutzende von ihnen sollen als Folge von Unterernährung oder fehlenden Medikamenten gestorben sein. Zu den Brigaden, die das Gefängnis belagert hatten, gehörten auch Kämpfer der Al-Nusra Front, die von westlichen Geheimdiensten als islamistische Terrororganisation eingestuft wird.

IKRK-Nothilfe trifft ein

Rund um Aleppo konnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zusammen mit der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft die Lieferung von Nothilfe für über 60'000 Personen beginnen.

Erste Nahrungsmitteltransporte trafen am Mittwoch für mehr als 30'000 Personen in den Orten Al Bab und Manbij östlich von Aleppo ein. Tausende Vertriebene fanden dort vor den Kämpfen Unterschlupf, wie das IKRK am Mittwoch in einem Communiqué mitteilte.

In den kommenden Tagen sollten Hilfslieferungen an weitere rund 30'000 Personen im Raum von Sfireh, südlich von Aleppo, verteilt werden. Dieser Hilfseinsatz sei das Ergebnis von monatelangen Verhandlungen mit verschiedenen Konfliktparteien, wurde der IKRK-Delegationschef Boris Michel zitiert. In jüngster Zeit hätten auch 16 Wasserstellen in und um Aleppo wieder in Stand gestellt werden können.

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