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Armee hilft Bondo: Eine "Unterstützungsbrücke 46" verbindet das Bergdorf sieben Wochen nach dem Bergsturz wieder sicher mit der Umwelt.

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Knapp zwei Monate nach dem Bergsturz erhält Bondo wieder eine sichere Verbindung zur Umwelt. Die Armee hat am Mittwoch eine provisorische, 46 Meter lange Brücke ins evakuierte Bergdorf erstellt.

Die Brücke macht die geplante Rückkehr der evakuierten Einwohner erst möglich, wie Christian Gartmann, Mediensprecher des Führungsstabes der Gemeinde, auf Anfrage erklärte. Am Samstag sollen vorerst 65 der insgesamt knapp 150 im Bündner Südtal Bergell Evakuierten nach Hause zurückkehren können. Es sind die, deren Häuser in der sicheren grünen Zone liegen.

Bisher führte die einzige Zufahrt ins Dorf durch die murganggefährdete rote Zone und konnte nur unter erheblichen Sicherheitsmassnahmen benutzt werden. Einwohner durften nur in Begleitung von Zivilschützern ihre Heime für kurze Zeit aufsuchen.

Brücke über Deponiezufahrt

Im Auftrag der Gemeinde Bregaglia, zu der Bondo gehört, baut die Katastrophenhilfe-Kompanie 104-1 eine provisorische Strasse nach Bondo, die vollständig in der grünen Zone liegt. Kernstück des Projektes ist die sogenannte Unterstützungsbrücke 65. Sie überspannt die Baupiste, welche den Gerölllastwagen mit Murgangmaterial als Zufahrt zur Deponie dient.

Damit die Grossbaustellen-Dumper ungehindert zirkulieren können, musste für den Privatverkehr die Brücke erstellt werden. In Bondo wird mit Hochdruck und unter Zeitdruck das gefüllte Geröll-Auffangbecken geräumt. Erst wenn dieses geleert ist und Schutz vor allfälligen weiteren Murgängen bietet, können auch die Einwohner der roten Zone nach Hause zurück.

Am 23. August war ein Bergsturz am Piz Cengalo im Seitental hinter dem Dorf niedergegangen. Danach wurde Bondo von Murgängen getroffen. Acht Wanderer gelten seither als vermisst und das Dorf ist evakuiert.

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SDA-ATS