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Am Donnerstag öffnet die Art Basel ihre Türen auch für die Öffentlichkeit. Erste Blicke auf die Kunstwerke, Installationen und Performances waren Experten vorbehalten.

Keystone/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Die Art Basel ist die wichtigste Kunstmesse für Kreative, Wichtige und Reiche: Hier werden grosse Millionenbeträge bewegt, auch in der Marktflaute. In diesem Jahr geht es besonders politisch zu.

Die Welt erlebt politische Umwälzungen, der Kunstmarkt ist geschrumpft: Wie wichtig ist Kunst in aufwühlenden Zeiten? "Mehr denn je", sagte der Direktor der Art Basel, Marc Spiegler, am Dienstag vor der Eröffnung der wichtigsten Kunstmesse der Welt mit mehr als 4000 Künstlern. "Künstler sehen die Welt durch eine andere Linse, sie können Themen direkter aufgreifen als viele andere."

Von einer Flaute am Kunstmarkt will Spiegler nichts wissen, obwohl die Verkäufe weltweit in zwei Jahren um 17 Prozent geschrumpft sind. "Hier sind schon heute bedeutende Werke verkauft worden", so Spiegler. "Die Hektik ist aus dem Markt, die Leute schauen genauer hin und suchen nach Substanz: hat die Arbeit auch in 20 Jahren noch Bestand?", sagte Galerist Urs Meile der Nachrichtenagentur dpa.

Viele politische Arbeiten

Im Bereich Unlimited für grossformatige Projekte gibt es nach Angaben von Kurator Gianni Jetzer mehr politische Arbeiten als je zuvor. Der Italiener Francesco Arena zeigt einen Metallbalken mit Erde aus einem Flüchtlingslager auf Lampedusa auf Augenhöhe, der einen Horizont schafft. Julian Charrière und Julius von Bismarck zeigen Bilder aus Tschernobyl von einer Kamera, die Hirschen aufs Geweih montiert war.

Ansonsten präsentieren viele Galerien sichere Werte: Hochkarätiges wie Miró und Picasso, Zeitgenössisches wie Kippenberger und Tillmans, und Angesagtes wie Jean-Michel Basquiat und Daniel Knorr. Ein Gemälde von Basquiat hat bei einer Auktion gerade den Rekordpreis von 110,5 Millionen Dollar erzielt. Knorr ist an der Documenta vertreten.

Bei der Art Basel zeigen mehr als 290 Galerien aus über 30 Ländern Werke von mehr als 4000 Künstlern aus den vergangenen zwölf Jahrzehnten.

Urs Fischers Werk zum Anfassen

Ein Spassprojekt präsentiert der Schweizer Urs Fischer: er hat das berühmte Denkmal "Der Kuss" von Rodin mit Knete nachgebildet, lebensgross, und fordert Besucher auf, selbst Hand anzulegen und das Werk zu verändern.

"Wofür wird Kunst benutzt?" fragt Bildhauer Tobias Rehberger aus Esslingen. Er präsentiert in Basel seine "Frankfurter Küche" ganz aus Porzellan. "Um das Gehirn zu erweitern, um festgefahrene Gewohnheiten umzustossen, als Hilfe, um um die Ecke denken zu können - und zum Angeben", sagt er.

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SDA-ATS