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Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hat europäische Staaten davor gewarnt, Waffen an die Rebellen in seinem Land zu liefern. "Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür zahlen", sagte Assad.

In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe) erklärte Assad laut Vorabmeldung, eine Folge von Waffenlieferungen an die Rebellen wäre der Export des Terrorismus nach Europa. "Terroristen werden kampferfahren und mit extremistischer Ideologie ausgerüstet zurückkehren."

Assad wies zudem Vorwürfe zurück, wonach seine Truppen Giftgas eingesetzt haben. Hätten Frankreich, Grossbritannien und die USA nur einen Beweis für ihre Behauptungen, hätten sie diesen der Weltöffentlichkeit vorgelegt, sagte der Staatschef.

IKRK: Keine Belege für Giftgaseinsatz

Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben "keine glaubhaften Belege" für den Einsatz von chemischen Waffen in Syrien. Das sagte eine IKRK-Sprecherin in Moskau am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Die Organisation habe Zugang zu allen Regionen in dem Bürgerkriegsland, sagte demnach der Leiter der IKRK-Hilfsoperationen im Nahen und Mittleren Osten, Robert Mardini, bei einer Konferenz in der russischen Hauptstadt. Falls das Rote Kreuz Berichte über Giftgaseinsätze erhielte, würde sie diese sofort an die "zuständigen internationalen Organe" weitergeben.

Syrien-Konferenz auf der Kippe

Die Vorbereitungen für die von Russland und den USA geplante Syrien-Friedenskonferenz kommen derweil nicht voran. Aus syrischen Oppositionskreisen hiess es am Montag, Vertreter der beiden Grossmächte wollten sich am 25. Juni zu Beratungen mit dem UNO-Syrien-Gesandten Lakhdar Brahimi treffen, um weitere Details zu besprechen.

Allerdings sei immer noch völlig unklar, welche Oppositionellen bereit seien, an den Friedensverhandlungen teilzunehmen. Die Exil-Opposition sei momentan vor allem mit internen Querelen beschäftigt. Die Konferenz, die in Genf stattfinden soll, war ursprünglich für die erste Junihälfte geplant gewesen.

Das Regime von Assad hat seine Teilnahme bereits zugesagt. Die Opposition sieht sich in einer schlechten Verhandlungsposition, weil die Regierungstruppen mit Hilfe der libanesischen Hisbollah in den vergangenen Wochen einige militärische Erfolge erzielen konnten. Inzwischen heisst es inoffiziell, die Konferenz könne möglicherweise erst im September stattfinden.

Wegen Syrien steht G8 stürmischer Gipfel bevor

Der G8 steht wegen des Bürgerkriegs in Syrien ein stürmisches Gipfeltreffen bevor. Unmittelbar vor Beginn der Beratungen der Staats- und Regierungschefs aus acht führenden Industrienationen und Russland bekräftigte dessen Präsident Wladimir Putin seine Unterstützung für Machthaber Baschar al-Assad.

Dessen Gegner seien Kannibalen und dürften nicht mit Waffen beliefert werden, sagte Putin, der am Montagabend mit US-Präsident Barack Obama in Lough Erne in Nordirland zusammentreffen wollte. Obama will versuchen, Putin von seinem Kurs abzubringen.

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SDA-ATS