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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat in einem Interview mit türkischen Medien vor einem Flächenbrand in Nahost gewarnt, sollte seine Regierung stürzen. Am türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan übte Assad scharfe Kritik.

Die Folge einer Machtübernahme durch "Terroristen" wäre ein "Domino-Effekt", der die gesamte Region "für viele Jahre, sogar Jahrzehnte" destabilisieren würde, sagte Assad in dem am Freitag von der syrischen Präsidentschaft auf ihrer Seite beim Online-Netzwerk Facebook veröffentlichten Gespräch mit dem TV-Sender Ulusal und der Zeitung Aydinlik.

"Das Feuer wird auf die Türkei übergreifen, leider sieht er (Erdogan) nicht die Realität hier", sagte Assad weiter. Er warf dem türkischen Regierungschef vor, zusammen mit Israel daran zu arbeiten, "Syrien zu zerstören", aber das "syrische Volk hat sich widersetzt". "Wir können Idioten, unreifen Führern nicht erlauben, die Beziehungen zu zerstören" zwischen Türken und Arabern. Ankara unterstützt die Aufständischen gegen Assad.

Kritik an Arabischer Liga

In bereits zuvor veröffentlichten Passagen des Interviews spricht Assad zudem der Arabischen Liga die Legitimität ab. "Der Arabischen Liga mangelt es an Legitimität." Die Liga repräsentiere die arabischen Staaten, aber nicht die arabischen Völker, sagte Assad.

Syriens Mitgliedschaft wurde im November 2011 von der Organisation suspendiert. Ende März lud die Arabische Liga erstmals die syrische Opposition als legitime Vertreterin Syriens ein.

Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit März 2011 an. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in dem Konflikt bereits mehr als 70'000 Menschen getötet.

Vier Journalisten entführt

In dem Bürgerkriegsland kommt es auch immer wieder zu Entführungen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtete, wurden im Norden vier italienische Journalisten entführt. Das italienische Aussenministerium in Rom habe einen Krisenstab eingesetzt.

Nach Informationen der Webseite der Zeitung "La Repubblica" handelt es sich bei den verschleppten Journalisten um eine Reporterin des Fernsehsenders RAI sowie um drei freie Journalisten. Bereits Mitte Dezember war ein Italiener zusammen mit zwei Russen in Syrien entführt worden. Die drei Männer kamen Anfang Februar wieder frei.

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SDA-ATS