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Energieministerin Doris Leuthard relativiert den bundesrätlichen Entscheid zum Atomausstieg. Die Kernenergie könnte wieder ein Thema werden, falls dereinst die Kernfusion gelingen sollte, sagte sie im Interview mit der "NZZ am Sonntag".

"Sollte etwa in 30 Jahren die Kernfusion gelingen, und sollten die Vorteile der Atomenergie wieder überwiegen, könnte man das Gesetz erneut anpassen", sagte Leuthard. Heute entscheide man aufgrund der heutigen Fakten - und die sprächen gegen neue Investitionen in die Kerntechnologie. "Aber wer kann heute schon sagen, wie sich die Technologie entwickelt?"

Die CVP-Bundesrätin erinnerte zudem daran, dass der Ausstieg etappenweise in 25 bis 30 Jahren erfolgen soll. "Manche Kreise" würden hingegen den Eindruck erwecken, als steige die Schweiz sofort aus.

Was die völlige Unabhängigkeit von der Atomkraft betrifft, dürfe man sich "keinen Illusionen hingeben", sagte Leuthard. Die Schweiz könne weiterhin Strom importieren, und "im Import wird immer ein Anteil Atomstrom dabei sein".

Bevölkerung will Ausstieg

Die Schweizer Bevölkerung war derweil noch nie so klar für den Atom-Ausstieg. Laut einer Isopublic-Umfrage unterstützen 80 Prozent der Schweizer die Politik des Bundesrates, die Atomkraftwerke am Ende ihrer Laufzeit nicht mehr durch neue AKW zu ersetzen.

Die Umfrage wurde im Auftrag der SonntagsZeitung unter 503 Stimmberechtigten durchgeführt.

Vor zweieinhalb Monaten, kurz nach der Atomkatastrophe in Fukushima waren 74 Prozent für den Ausstieg. Inzwischen beträgt die Zustimmung in allen Bevölkerungsschichten und Regionen und bei beiden Geschlechtern und allen Altersgruppen über 75 Prozent, wie die SonntagsZeitung schreibt.

Auch Anhänger der Mitteparteien CVP, BDP und FDP sind demnach klar für einen Ausstieg. Sympathisanten von SP und Grünen sprechen sich fast zu 100 Prozent dafür aus. Bei SVP-Anhängern findet ein Ausstieg ebenfalls eine Mehrheit. Über 63 Prozent der Befragten finden den Entscheid trotz eines prognostizierten Anstiegs des Strompreises richtig.

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SDA-ATS