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Nach den Frauen treten auch die Schweizer Kunstturner ersatzgeschwächt zu den Europameisterschaften in Glasgow an. Das Erreichen des Teamfinals darf dennoch erwartet werden.

Zuletzt erwischte es auch noch Benjamin Gischard. Beim 22-jährigen Berner verstärkten sich im Lauf des Trainingslager in Birmingham die Beschwerden am Knie, so dass er am Donnerstag in der Qualifikation vorsichtshalber auf eine Teilnahme am Boden und am Sprung verzichten wird. 2015 und 2016 hatte er am Sprung den Gerätefinal erreicht.

Bereits frühzeitig hatten Pablo Brägger, der Reck-Europameister von 2017, und Christian Baumann ihren Verzicht auf einen Start in Glasgow erklärt. Die Hoffnungen an den Einzelgeräten liegen deshalb auf Oliver Hegi, dem EM-Zweiten am Reck von 2017. Vor der Abreise nach Grossbritannien musste dann auch noch Eddy Yusof wegen eines Fussbruchs Forfait erklären. Zusammen mit Gischard und Hegi hatte das Trio 2016 in Bern die Mannschaft gebildet, die mit dem Gewinn von Bronze im Teamwettkampf eine historische Medaille für den STV gewonnen hatte.

Die Chance für die Jungen

Trotz der Ausfälle sieht Nationaltrainer Bernhard Fluck kein Grund zum Jammern. "Vielleicht haben wir jetzt eine kleine Durststrecke, aber es ist auch eine Chance, die Jungen zu integrieren." Die 19-jährigen Henji Mboyo und Noe Seifert werden ihre ersten Titelkämpfe bei der Elite bestreiten, sie hatten vor zwei Jahren in Bern bei den Junioren mit der Mannschaft die Bronzemedaille geholt. Vor allem Mboyo gilt als Versprechen. Der Zürcher Unterländer mit kongolesischen Wurzeln hätte seinen Platz im Team auch bei weniger Ausfällen auf sicher gehabt und wird als einziger Schweizer an allen sechs Geräten zum Einsatz kommen.

Trotz der Ausfälle reiste der STV mit Ambitionen nach Glasgow, die Mannschaft profitiert von der in der letzten Jahren erarbeiteten Breite des Kaders, die inzwischen eine der Stärken der Schweizer Riege ist. Das Erreichen des Teamfinals und von drei Gerätefinals ist in Anbetracht der Umstände allerdings eine hohe Zielsetzung. "Damit wäre ich mehr als zufrieden", sagte Fluck. Teamleader Hegi allein ist an seinen Geräten Reck, Barren und Pauschenpferd allerdings für drei Finalplätze gut. Dies hatte der 25-jährige Aargauer 2017 in Cluj-Napoca gezeigt, wo er neben Silber am Reck Rang 5 (Pauschenpferd) und Rang 8 (Barren).

"Ich fühle mich mindestens genauso gut wie im letzten Jahr", sagte Hegi. Auch er kämpfte lange mit körperlichen Problemen, inzwischen sind die Schmerzen in der Schulter abgeklungen. Seit den Weltmeisterschaften in Montreal im Oktober, als ihm der Reckfinal total misslungen war, hat er sich körperlich weiterentwickelt und die Stabilität seiner Übung weiter verbessert. Unter Druck will er sich nicht setzen. "Ich schaue, was möglich ist. Am Reck habe ich sicherlich das grösste Potenzial, weil mir für die Haltung relativ wenig abgezogen werden kann."

Mit Taha Serhani verfügen die Schweizer über einen zweiten sehr starken Turner am Königsgerät. Vor einem Jahr verpasste der 23-jährige Winterthurer den EM-Final nur, weil das Reglement nur zwei Finalisten aus derselben Nation erlaubt. "Wenn alles nach Wunsch läuft, ist viel möglich."

Namhafte Konkurrenz

Gerade am Reck ist die Konkurrenz für die Schweizer Athleten allerdings sehr stark. Gemeldet sind unter anderen die beiden Niederländer Epke Zonderland und Bart Deurloo, die 2017 WM-Silber- und - Bronze gewannen, sowie der Deutsche Andreas Brettschneider. Aus Sicht des Gastgebers steht vor allem der Doppel-Olympiasieger Max Whitlock im Fokus.

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SDA-ATS