Navigation

Aufräumarbeiten in Bangkok - Weiterhin nächtliche Ausgangssperre

Dieser Inhalt wurde am 22. Mai 2010 - 13:55 publiziert
(Keystone-SDA)

Bangkok - Drei Tage nach der Niederschlagung des Aufstands von Regierungsgegnern in Thailand ist die Lage in Bangkok weiterhin ruhig. Eine nächtliche Ausgangssperre ist jedoch nach wie vor in Kraft.
Im Geschäftsviertel Ratchaprasong, das die oppositionellen Rothemden seit Wochen besetzt gehalten hatten, wurden die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollten spätestens Anfang kommender Woche wieder ihren Betrieb aufnehmen.
Bei den jüngsten Unruhen, die das Militär am Mittwoch gewaltsam beendet hatte, kamen mehr als 60 Menschen ums Leben. Etwa 100 Rothemden wurden wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen.
Auch in den meisten staatlichen Schulen sollte der normale Betrieb nach Angaben von Bildungsminister Chinnaworn Boonyakiat in Kürze weitergehen. Viele waren wegen der blutigen Proteste vorige Woche geschlossen geblieben. 28 in den Konfliktzonen gelegene Schulen würden dagegen frühestens nach Monatsende wieder öffnen, hiess es.
Nach der Auflösung des Protest-Camps im Zentrum Bangkoks hatten Demonstranten offiziellen Angaben zufolge Dutzende Gebäude in Flammen gesetzt. Das Einkaufszentrum "Central World" brannte vollständig aus. Am Freitag hatten Helfer zehn Leichen aus der qualmenden Ruine geborgen.
Der thailändische Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat den Mitgliedern des Oppositionsbündnisses UDD Versöhnung angeboten. Alle Vorgänge seit Beginn der jüngsten Protestserie Mitte März einschliesslich der Rolle der Sicherheitskräfte würden unabhängig untersucht und transparent gemacht, kündigte er am Freitag in einer Fernsehansprache an.
Die Rothemden hatten Neuwahlen gefordert. Sie wollen eine Rückkehr des 2006 gestürzten Ex-Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Der frühere Premier soll die Proteste aus dem Exil unterstützt haben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?