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Aufregung um provokative Skulptur des spanischen Königs Felipe VI.

Provokation mit einer Majestät: eine allein zum Zweck der späteren Zerstörung errichtete Skulptur des spanischen Königs Felipe VI. sorgt an der Madrider Kunstmesse Arco für rote Köpfe. KEYSTONE/EPA Santiago Sierra art studio/SABELA LLERENA sda-ats
Dieser Inhalt wurde am 27. Februar 2019 - 19:42 publiziert
(Keystone-SDA)

Eine allein zum Zweck der späteren Zerstörung errichtete Skulptur des spanischen Königs Felipe VI. sorgt auf der Kunstmesse ARCO in Madrid für Diskussionen.

Der potenzielle Käufer muss den Künstlern Santiago Sierra und Eugenio Merino vertraglich zusichern, dass er das Abbild des Königs verbrennt. Die Zerstörung sei im Kaufpreis von 200'000 Euro inbegriffen, sagte Sierras Mitarbeiter Luis Navarro der Nachrichtenagentur AFP.

Die Statue ist knapp viereinhalb Meter hoch. Der König ist aufrecht stehend, in blauem Anzug und streng geradeaus gerichtetem Blick dargestellt. "Die Besonderheit dieser Skulptur ist, dass sie nicht konzipiert wurde, um die Zeit zu überdauern, um gesammelt zu werden, sondern für das Vergnügen, zerstört zu werden", sagte Navarro.

Konservative Medien sprachen von einer "Provokation", umso mehr, da Felipe VI. die Kunstmesse am Donnertag persönlich eröffnen soll. Majestätsbeleidigung ist in Spanien zudem eine Straftat.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass die beiden Künstler mit provokativen Werken für Furore sorgen. Im vergangenen Jahr wurde eine Installation Sierras in der ARCO wieder abgebaut, weil sie die in Madrid angeklagten katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter als "politische Gefangene" repräsentierte. Der Schritt wurde als "Zensur" kritisiert. Merino wiederum hatte Kontroversen mit einem Kunstwerk ausgelöst, das den früheren spanischen Diktator Franco in einem Kühlschrank darstellte.

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