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Bagdad/Kirkuk - Knapp eine Woche nach dem Abzug der letzten US-Kampfbrigade aus dem Irak haben Aufständische bei einer Serie von 14 Anschlägen mehr als 60 Menschen getötet. Weitere 280 Menschen wurden bei den offenbar koordinierten Angriffen in zehn Städten verletzt.
Der blutigste Anschlag ereignete sich in der Stadt Kut, etwa 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Durch die Explosion einer Autobombe wurden dort 15 Polizisten und fünf Zivilisten getötet sowie 90 weitere Menschen verletzt. Die Bombe ging nach Angaben der Polizei in der Nähe einer Behörde hoch, die Pässe und Personalausweise ausstellt.
In Bagdad explodierte am Morgen eine Autobombe in der Nähe einer Polizeiwache. Dabei wurden mindestens 15 Menschen getötet und fast 60 weitere verletzt, wie das Innenministerium mitteilte. Mehrere Gebäude im nördlichen Stadtteil El Kahira seien durch den Anschlag schwer beschädigt.
Weitere Anschläge ereigneten sich in der Schiiten-Stadt Kerbela, in Basra, Ramadi, Falludscha, Dudschail, al-Makdadija, Kirkuk, Mossul und Bakuba. Die Bomben detonierten neben Polizeistationen oder auf Hauptstrassen. Insgesamt explodierten in wenigen Stunden landesweit 14 Autobomben, die teilweise von Selbstmordattentätern gezündet wurden.
Vor allem gegen Sicherheitskräfte
Wie so oft galten die Anschläge vor allem Polizisten und Behörden des Landes. Seit 2003 wurden fast 10'000 Polizeibeamte und Armeevertreter getötet.
Die Attacken seien ein verzweifelter Versuch, das Vertrauen in die Sicherheitskräfte zu untergraben, sagte US-Armeesprecher Stephen Lanza. Die USA hatten am vergangenen Donnerstag sieben Jahre nach ihrem Einmarsch ihre letzte Kampfbrigade aus dem Irak abgezogen.
Der offizielle Kampfauftrag der US-Truppen endet in der kommenden Woche. Ab dann sind die Iraker allein für die Sicherheit in ihrem Land verantwortlich. Die im Land verbleibenden knapp 50'000 US-Soldaten sollen beim Aufbau der irakischen Sicherheitskräfte helfen und US-Einrichtungen schützen. Ende 2011 sollen alle US-Soldaten das Land verlassen haben.

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SDA-ATS