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Der Auftakt des G8-Gipfels im nordfranzösischen Deauville ist im Zeichen der Folgen aus der Atomkatastrophe von Fukushima gestanden. Die Gipfelteilnehmer waren sich einig, die Atomkraftwerke der führenden Industriestaaten und Russlands (G8) regelmässig zu überprüfen.

Der zweitägige Gipfel in der Normandie war streng bewacht. Mehr als 12'000 Sicherheitskräfte waren aufgeboten zum Schutz der Staats- und Regierungsspitzen aus den USA, Kanada, Japan, Russland, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sprach nach den ersten Arbeitssitzungen in Deauville von einem Fortschritt. Die Europäer in der Gruppe der Acht wollen allerdings erreichen, dass weltweit alle Atomkraftwerke regelmässig Stresstests unterzogen werden.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, derzeit der G8-Vorsitzende, sagte, er werde in der Sicherheitsdebatte aufs Tempo drücken. Schon am 7. Juni sollen Minister aus 30 Staaten in Paris konkrete Vorschläge für schärfere Sicherheitsvorschriften erarbeiten.

Die Ergebnisse dieses Treffens sollen in eine Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde zur Sicherheit der Atomenergie vom 20. bis 24. Juni in Wien einfliessen.

Lage in Japan

Einen schweren Gang hatte der japanische Ministerpräsident Naoto Kan bei der ersten Arbeitssitzung. Er berichtete über die Lage in Fukushima, die der Betreiber Tepco und auch die Regierung in Tokio lange verschleiert hatten.

Nach dem verheerenden Erdbeben und einem Tsunami am 11. März im Atomkraftwerk Fukushima war es in drei von vier Blöcken zu einer Kernschmelze gekommen.

Auch wenn die Schwerpunkte des Gipfels die Lehren aus Fukushima und die Reformbewegungen in Nordafrika und der arabischen Welt sind, überraschte US-Präsident Barack Obama mit einem bemerkenswerten wirtschaftspolitisches Versprechen.

Die hoch verschuldeten USA sichern den G8-Partnern eine neue Sparpolitik zu. "Die Vereinigten Staaten werden einen klaren und glaubwürdigen Rahmen zur mittelfristigen Haushaltskonsolidierung schaffen", hiess es im Entwurf der Abschlusserklärung.

Unterstützung für arabischen Frühling

Seit langem gibt es Druck der internationalen Partner auf Washington, das Schuldenproblem in den Griff zu bekommen. An diesem Freitag wird es vor allem um die Unterstützung des arabischen Frühlings gehen, der seit vergangenem Dezember totalitäre Regime in Nordafrika und der arabischen Welt erschüttert.

Neben anderen Afrika-Vertretern werden die Regierungschefs von Ägypten und Tunesien teilnehmen. Die G8 verurteilen in ihrer Abschlusserklärung die Gewalt in Syrien. Sie fordern das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu Reformen auf. Und Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi wurde von Sarkozy erneut zum Rückzug aufgefordert.

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The citizens' meeting

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1968 in der Schweiz

SDA-ATS