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Gewalt und Chaos breiten sich im Jemen immer weiter aus. Am Mittwoch wurde die kuwaitische Botschaft in Sanaa geschlossen. Auch die italienischen Diplomaten haben inzwischen wegen der unberechenbaren Lage die Hauptstadt verlassen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist derzeit noch mit einer Kernmannschaft besetzt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte: "Es gibt derzeit keine konkreten Pläne, die Botschaft zu schliessen, aber wir beobachten die Lage sehr aufmerksam."

Die Schweiz ist in der jemenitischen Hauptstadt mit einem Honorarkonsulat vertreten. Dieses blieb am Mittwoch weiter besetzt, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage sagte.

Über 40 Tote bei Kämpfen

Heftige Gefechte zwischen Regierungsstreitkräften und Stammesmilizen haben derweil am Mittwoch in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa nach Angaben eines Arztes mindestens 41 Menschen das Leben gekostet. Die Kämpfe hielten bis zum frühen Morgen an. Auf beiden Seiten habe es Opfer gegeben, hiess es.

Augenzeugen berichteten zudem, Einheiten der Präsidentengarde hätten das Hauptquartier einer Brigade mit Artillerie beschossen, die für den Schutz von Regierungsgebäuden zuständig sei. Nach Angaben von Offizieren, die sich bereits der Opposition anschlossen, verdächtigte die Regierung den Brigadekommandeur sich den Rebellen anschliessen zu wollen.

Die Kämpfe fanden im Stadtteil Hassaba statt, wo sich Familiensitz des oppositionellen Stammesführers Scheich Sadek al-Ahmar. Soldaten der Präsidentengarde versuchten vergeblich, das Stadtquartier unter ihre Kontrolle zu bringen. Bereits am Dienstag wurde die Strom- und Wasserversorgung des Stadtteils gekappt.

Auch in der Stadt Tais waren bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Anti-Saleh-Demonstranten in den vergangenen Tagen Dutzende von Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der Oppositionsmedien ging das Blutvergiessen am Mittwoch weiter.

In der südlichen Stadt Aden leben inzwischen nach Informationen der Nachrichtenwebsite News Yemen 3000 Vertriebene aus der Provinz Abijan in Schulen. Sie waren vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Al-Kaida-Terroristen geflohen.

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SDA-ATS