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In Kairo ist es nach einer Demonstration gegen Präsident Mohammed Mursi zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Jugendlichen gekommen. Die meist jugendlichen Demonstranten warfen Molotov-Cocktails und Steine auf die Sicherheitskräfte, die mit Tränengasgranaten reagierten.

Mehrere Menschen seien festgenommen worden. Die Behörden meldeten keine Verletzten. An der Demonstration hatten mehrere Tausend Menschen teilgenommen.

Aufgerufen zu der Kundgebung gegen Mursi und die islamistische Muslimbruderschaft hatten die oppositionelle Al-Dastur-Partei und die Bewegung 6. April. Diese hatte eine führende Rolle bei den Protesten gespielt, die im Februar 2011 zum Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak führten.

Unterschriftensammlung

Während der Demonstration sammelten Mitglieder der Kampagne Tamarrod (Rebellion) Unterschriften für den Rücktritt Mursis. Eigenen Angaben zufolge hat sie bereits mehr als zwei Millionen Unterschriften gesammelt.

Die Opposition wirft Mursi vor, die Ideale der Revolution zu verraten und allein die Interessen der Muslimbruderschaft zu vertreten. Zudem habe er es rund ein Jahr nach seiner Wahl nicht geschafft, der schweren Wirtschaftskrise zu begegnen, in der Ägypten seit dem Sturz Mubaraks steckt.

Seit der Wahl Mursis im Juni 2012 gibt es immer wieder teils blutige Zusammenstösse zwischen seinen Anhängern und Gegnern sowie den Sicherheitskräften.

Zusammenstösse zwischen Christen und Muslimen

In der Hafenstadt Alexandria kam es derweil zu Zusammenstössen zwischen Muslimen und Christen. Dabei wurde nach Angaben der Zeitung "Al-Ahram" ein Mensch getötet. Dutzende Menschen seien zudem verletzt worden.

Die Kämpfe brachen demnach vor einer koptischen Kirche am späten Freitagabend aus. Ein Streit zwischen zwei jungen Männern habe sich zu einer Familienfehde ausgeweitet, die dann die Ausschreitungen im Westen der Stadt ausgelöst hätten.

Die Kämpfe hielten Sicherheitskreisen zufolge zwei Stunden an, bevor die Polizei sie beenden konnte. Acht Menschen seien festgenommen worden.

Die Spannungen zwischen Muslimen und Christen, die etwa zehn Prozent der 84 Millionen Ägypter ausmachen, haben seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak im Februar 2011 zugenommen - und besonders seit der Wahl des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im vergangenen Juni.

Christen beklagen einen unzureichenden Schutz durch die Regierung und werfen ihr vor, radikalen Muslimen freie Hand zu lassen.

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SDA-ATS