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Mehr als 100'000 Menschen haben in Brasilien erneut gegen Korruption und soziale Missstände im Land protestiert. In der Stadt Belo Horizonte kam es zu Strassenschlachten und Konfrontationen zwischen Randalierern und Polizei. Es gab Verletzte.

In Belo Horizonte demonstrierten am Samstag während des Confederations-Cup-Spiels Mexiko-Japan - das Spiel endete 2:1 für Mexiko - 65'000 bis 70'000 Menschen. Tumulte gab es auch in Salvador da Bahia. Dort gewann Brasiliens "Seleção" am Samstag 4:2 gegen Italien.

In beiden Städten versuchten Demonstranten zu den Stadien vorzudringen. Sie wurden aber von starken Polizeieinheiten daran gehindert. In Belo Horizonte bewarfen die Randalierer die Polizisten mit Steinen und legten Brände.

Mehr als ein Dutzend Verletzte

Die Polizei reagierte mit Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschossen. Berittene Polizisten waren im Einsatz. Es gab nach vorläufigen Angaben insgesamt 15 Verletzte auf beiden Seiten. Die ganz überwiegende Mehrheit der Demonstranten protestierte friedlich.

Proteste gab es auch in São Paulo und in Santa Maria in Südbrasilien, wo sich jeweils mindestens 30'000 Menschen an Protesten beteiligten. In Santa Maria demonstrierten vor allem Angehörige und Freunde der Opfer des Brandes in einer Diskothek, bei dem Ende Januar über 200 junge Menschen umkamen. In São Luís im Nordosten gingen rund 5000 Menschen auf die Strasse.

In allen Städten waren Plakate mit der Aufschrift "Schluss mit Korruption" zu lesen. Doch die Proteste hatten auch diesmal zahlreiche andere Themen.

Umfrage: 75 Prozent unterstützen Proteste

Laut einer von der Zeitschrift "Epoca" veröffentlichten Umfrage unterstützten 75 Prozent der Befragten die Proteste. 77 Prozent gaben an, die teureren Billette für einen herabgewirtschafteten öffentlichen Verkehr seien das Hauptmotiv für ihren Ärger. Mehrere Städte machten diese Preiserhöhung inzwischen rückgängig.

Die politische Klasse gaben 47 Prozent als Grund für Proteste an. 33 Prozent nannten die Korruption. Obwohl die hohen Ausgaben für die Fussball-WM im kommenden Sommer viele Brasilianer wütend machen, stehen 67 Prozent der Bevölkerung des fussballvernarrten Landes hinter der Ausrichtung.

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SDA-ATS