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Innige Beziehungen: Liechtensteins Aussenministerin Aurelia Frick und ihr Schweizer Amtskollege Ignazio Cassis nach dem Arbeitstreffen in Bern.

KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

(sda-ats)

Die Aussenministerin Liechtensteins Aurelia Frick und ihr Schweizer Amtskollege Ignazio Cassis haben am Donnerstag in Bern die gute Nachbarschaft unterstrichen. Frick dementierte, dass das Fürstentum die Schweiz auf eine graue Liste der EU brachte.

Sie weise die Presseberichte zurück, wonach Liechtenstein bei der EU verlangt habe, die Schweiz sei wie das "Ländle" auf die graue Liste der Steueroasen zu setzen. Das Fürstentum habe nicht die Macht, so etwas von der EU zu verlangen, sagte Frick vor den Medien.

Liechtenstein habe schliesslich alles Interesse daran, dass es der Schweiz finanziell und wirtschaftlich gut gehe, führte sie nach dem Arbeitstreffen mit Bundesrat Cassis weiter aus. Dieser sagte, er habe bei der Affäre die gleiche Haltung wie Frick und wolle darüber nicht weiter sprechen.

Beide Minister unterstrichen mehrmals, der Entscheid der EU, die beiden Länder auf die graue Liste zu setzen, sei nicht korrekt gewesen. Beide Staaten hätten ihre Aufgaben erfüllt, sagte Frick. Die Schweiz und Liechtenstein hätten ihren Willen zur Änderung nicht international konformer Steuerregimes bewiesen.

Zum Beschluss der EU, die Schweizer Börsenregulierung nur befristet als gleichwertig anzuerkennen, mochte sich Cassis nicht äussern. Er verwies auf die von Bundespräsidentin Doris Leuthard bekannt gegebene Stellungnahme der Landesregierung. Die beiden Aussenminister besprachen aber das Verhältnis zur EU und den Brexit.

In bilateralen Fragen zeigten sich die beiden Regierungsmitglieder einig. Die Schweiz und Liechtenstein haben über 100-jährige Beziehungen mit über 100 Verträgen.

Rund 10'000 Personen pendeln täglich von der Schweiz zur Arbeit nach Liechtenstein. Aus Liechtenstein kommen 1800 Grenzgängerinnen und -gänger in die Schweiz.

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SDA-ATS