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"Ohne Diesel gehts nicht": der Präsident von Auto-Schweiz, François Launaz. (Archivbild)

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

(sda-ats)

Angesichts des Diesel-Skandals hat der Chef der Schweizer Autoimporteure vor Aktionismus gewarnt. In Schweizer Städten liege die Stickoxid-Belastung deutlich tiefer. Fahrverbote seien unnötig. Im Gegenteil: Er hält Diesel-Motoren für den Klimaschutz für unerlässlich.

In der Schweiz solle es vermieden werden, mit Aktionismus die Situation noch zu verschlimmern, sagte François Launaz, Präsident der Importeursvereinigung Auto-Schweiz, in einem Interview mit der Zeitung "Blick" vom Dienstag.

Es müssten technische Lösungen für technische Probleme gefunden und nicht Technik mit Politik vermischt werden, sagte der ehemalige Honda-Manager. Was in Deutschland passiere, sei auch ein politisches Problem, befeuert durch die anstehende Bundestagswahl. Da kämen populistische Forderungen auf, die nichts mit der Realität zu tun hätten. Die Schweiz müsse den besonnen und erfolgreichen Weg weitergehen.

Die von den ausländischen Auto-Herstellern angekündigten technischen Lösungen würden auch in der Schweiz umgesetzt, sagte Launaz. Gleichzeitig prüften viele Autoimporteure, ob sie Verkaufsunterstützungen für den Umstieg von alten Diesel-Autos auf moderne Fahrzeuge anbieten könnten. Weiter müsse die Branche noch stärker Aufklärungsarbeit leisten.

Von einem Diesel-Verbot hält der 62-Jährige nichts. "Ohne Diesel gehts nicht." Durch den niedrigeren Verbrauch sei der Diesel zum Erreichen kommender CO2-Ziele ab 2020 unerlässlich. Ohne den Selbstzünder würden die Klima-Ziele von Paris nicht zu schaffen sein. Weniger Diesel bedeute höhere CO2-Emissionen - ein klassischer Zielkonflikt. Es brauche saubere Diesellösungen, um die CO2-Vorgaben zu erreichen.

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SDA-ATS