Navigation

Autobomber vom Times Square noch nicht gefasst

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 15:57 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Die Spur des möglichen Autobombers vom Times Square führt nach Angaben des New Yorker Polizeichefs Ray Kelly in den ländlichen Nachbarstaat Pennsylvania - und nicht nach Pakistan. Ein "weisser Mann in den Vierzigern" steht im Fokus der Ermittler.
Für die Behauptung der pakistanischen Talibangruppe Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), hinter dem fehlgeschlagenen Bombenanschlag in New Yorks Theaterdistrikt zu stehen, gebe es bisher keine Anhaltspunkte, sagte Kelly am Sonntagabend in New York.
Stattdessen steht ein "weisser Mann in den Vierzigern" im Fokus der Ermittler. Dieser sei von einer Überwachungskamera gefilmt worden, wie er einen halben Strassenblock von dem mit Sprengstoff präparierten Auto entfernt die Kleidung wechselte, teilte Kelly weiter mit. Der Mann streifte demnach ein dunkles Hemd ab und trug darunter ein rotes Oberteil.
Es sei möglich, dass der gesuchte Mann unschuldig sei, sagte der Polizeichef. Die vollständige Auswertung des Videomaterials von der Gegend um den Times Square werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "Ich glaube, wir haben 82 Kameras in dem Gebiet", sagte Kelly. Bislang sei das Material von 30 Kameras gesichtet worden.
Auch Bürgermeister Bloomberg zufolge haben die Ermittler bislang keine Hinweise darauf gefunden, dass eine Terroristengruppe hinter der Tat stehen könnte. "Es gibt keinen Beweis dafür, dass es Verbindungen zu Al-Kaida oder einer anderen grossen terroristischen Organisation gibt", sagte Bloomberg.
Auf dem Internet-Portal YouTube war zeitweilig ein Video aufgetaucht, in dem sich die Taliban-Gruppe Tehreek-e-Taliban zu dem Anschlagsversuch bekannte. Das auf die Beobachtung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen IntelCenter teilte mit, dass es Zweifel an der Echtheit des Videos gebe; eine weitere Auswertung sei nötig.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?