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James-Bond-Autohersteller Aston Martin strebt trotz Brexit an die Börse. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MATT DUNHAM

(sda-ats)

Erstmals seit Jahren will mit Aston Martin ein britischer Autobauer wieder an die Börse. Der durch James-Bond-Filme bekannte Sportwagen-Hersteller plant noch für 2018 eine Premium-Notierung an der Londoner Stock Exchange.

"Wir können zeigen, dass Brexit keine grosse Auswirkung auf uns hat", sagte Firmenchef Andy Palmer am Mittwoch gegenüber Reuters.

Geplant sei, durch Anteilsverkäufe der überwiegend kuwaitischen und italienischen Eigentümer 25 Prozent im Streubesitz zu platzieren. Ein entsprechendes Registrierungsdokument als Voraussetzung für den Gang auf das Parkett habe der 1913 gegründete Luxuswagenbauer bei der Behörde bereits eingereicht.

Um den 20. September herum sei mit einem Börsenprospekt zu rechnen, so die endgültige Entscheidung gefallen ist. Wie Reuters von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr, wird der Wert der Sportwagen-Ikone auf bis zu fünf Milliarden Pfund (6,3 Milliarden Franken) geschätzt.

Erster Brite seit langem

Nach dem Ausverkauf von Jaguar, Bentley und Rolls-Royce wäre Aston Martin nach Jahren wieder der erste britische Autobauer an der Londoner Börse. Zuletzt hatte 2015 mit dem italienischen Rivalen Ferrari in New York ein Autobauer den Börsengang gewagt.

Aston Martin verbuchte im ersten Halbjahr einen bereinigten Vorsteuergewinn von 42 Millionen Pfund. Der Umsatz legte dank der starken Nachfrage nach den Modellen DB11 Coupé und Volante um 8 Prozent auf 445 Millionen Pfund zu.

Im Gesamtjahr erwartet Firmenchef Palmer ein Absatzvolumen von 6'200 bis 6'400 Fahrzeugen. 2020 sollen es dann 10'000 sein.

Mehrmals pleite

Aston Martin verkauft rund 25 Prozent seiner Autos in die EU und betreibt ein Werk in Gaydon, Zentral-England. Eine zweite Produktion soll 2019 in Wales in Betrieb gehen.

Nach sechs verlustreichen Jahren hatte Aston Martin 2017 wieder Gewinne verbucht. Der Kultwagen-Bauer war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent und gehörte bis 2007 zum US-Autobauer Ford. Derzeit ist das Unternehmen in der Hand von Investoren aus Kuwait und Italien.

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SDA-ATS