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Mit den wärmeren Temperaturen nimmt auch die Anzahl Zecken zu. Die Bisse der winzigen Tiere können gefährliche Krankheiten wie Hirnhautenzündung verursachen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA DPA/STEPHAN JANSEN

(sda-ats)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet einen deutlichen Anstieg von Zecken-Enzephalitis-Fällen in der Schweiz. Demnach wurden seit Jahresbeginn bereits 150 Personen mit dem gefährlichen Enzephalitis-Virus infiziert. Das sind 41 Personen mehr als im Vorjahr.

Alleine im Juni erkrankten 73 Menschen hierzulande an der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), wie aus den am Montag publizierten Zahlen des BAG hervorgeht.

Die Zeckenenzephalitis (FSME) gehört zu einer der zwei wichtigsten Krankheiten, die Zecken verursachen können. Daneben gibt es auch die Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt. Bei der Borreliose wird ein Bakterium übertragen, bei der FSME ein Virus.

Kommt es nach einem Stich von FSME-infizierten Zecken zu einer Erkrankung, verläuft sie meist in zwei Phasen. In einer ersten werden Betroffene 7 bis 14 Tage nach dem Stich von grippeartigen Symptomen wie Fieber, Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden geplagt und in einer zweiten mit neurologischen Beschwerden wie Lichtscheue, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen.

Bei 5 bis 15 Prozent der Betroffenen folgen Symptome einer Hirnhaut- oder Hirnentzündung, die Lähmungen auslösen und bleibende Behinderungen hinterlassen können. Rund 1 Prozent der FSME-Fälle verläuft tödlich. Für die Zeckenenzephalitis gibt es keine spezifische Behandlung. Das BAG empfiehlt, sich gegen das FSME-Virus zu impfen.

Träger des FSME-Virus ist nur ein kleiner Teil der Zecken. Weit mehr Zecken sind mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert. Rund 6000 bis 12'000 Personen erkranken jährlich an Borreliose. Die wird mit Antibiotika behandelt.

21'300 Arztbesuche bis Ende Juni

Die blutsaugenden Zecken sind in diesem Jahr offenbar schon früh sehr aktiv. Bereits im Mai wurden über 65 Zeckenvirusinfektionen registriert. Das sind weit mehr als im Mai 2016, als sich 40 Personen mit dem Virus infiziert hatten.

Seit Jahresbeginn bis Ende Juni summierte sich die Zahl der gemeldeten Fälle damit auf 150. Dies sei im mehrjährigen Vergleich sehr hoch, schreibt das BAG. Seit 2000 wurden im gleichen Zeitraum jeweils zwischen 46 und 109 Fällen gemeldet.

Auch die Zahl der Arztbesuche ist im laufenden Jahr markant gestiegen. Gemäss einer Hochrechnung des BAG gingen seit Jahresbeginn 21'300 Personen wegen Zeckenstichen zum Arzt. Wegen akuten Fällen von Borreliose waren es bislang 6900 Arztbesuche.

Richtiges Verhalten

Die Saison, in der Zecken besonders aktiv sind, beginnt je nach Witterung im März und endet im November. Zur allgemeinen Prävention der zeckenübertragenen Krankheiten haben die SUVA, das BAG sowie die Kantone Empfehlungen zum Schutz vor Zeckenstichen publiziert.

Zu den Empfehlungen gehören etwa das Tragen von langen Hosen und geschlossenen Schuhen. Auch die Socken sollte man bei einem Spaziergang im Freien über die Hosen stülpen. Die Kleidung sollte demnach hell sein und möglichst gut decken. Kleider, Schuhe und Körperteile, die in Berührung mit Gras kommen, sollten man mit einem Anti-Zeckenspray besprühen.

Des Weiteren gibt es eine Zecken-App, die von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften entwickelt und vom BAG unterstützt wurde. Sie zeigt unter anderem das aktuelle Zecken-Gefahrenpotenzial im Gelände und das richtige Verhalten bei einem Zeckenstich.

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