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Das Wirtschaftsinformationsinstitut Bakbasel rechnet im Falle eines Auseinanderbrechens der Eurozone für die Schweiz mit einer schweren Rezession. Bei einem Euro-Austritt Griechenlands käme die Schweiz hingegen "recht glimpflich davon".

Die direkten Kosten eines Zahlungsausfalls Griechenlands wären überschaubar, da die Schweizer Exportbranche von der griechischen Entwicklung nur geringfügig tangiert werde, hält Bakbasel in einem Bericht fest.

Die indirekten Folgen eines Austritts Griechenlands seien weit gewichtiger. So müsse mit einer Verschlechterung der Auftragslage gerechnet werden, da die Wachstumsdelle in der Eurozone die Nachfrage nach Schweizer Gütern bremse.

Im am Freitag publizierten Bericht hat Bakbasel in zwei Szenarien (Euro-Austritt von Griechenland und Auseinanderbrechen der Eurozone) die möglichen Folgen für die Schweizer Wirtschaft durchgerechnet.

Minus vier Prozentpunkte für BIP

Kommt es zu einem Dominoeffekt, der alle fünf Krisenländer (Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien) zwingt, die Währungsunion zu verlassen, drohe der Schweiz eine schwere Rezession. Diese könne über zwei Jahre anhalten.

Gemäss den Berechnungen würde das Schweizer Bruttoinlandprodukt in dieser Zeit vier Prozentpunkte tiefer ausfallen. Der Aussenhandel wäre in diesem Fall besonders betroffen. Die Nachfrage aus den Krisenländern würde massiv einbrechen.

Die Ökonomen prophezeien bei einem Zerfall der Eurozone in den ersten beiden Jahren einen kumulierten Exportrückgang von über 10 Prozentpunkten. "Selbst bei günstigen Annahmen wären die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen massiv", hält Bakbasel zusammenfassend fest.

SDA-ATS