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Ban will Millionen für Sicherheit von UNO-Kräften investieren

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2009 - 22:51 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Nach dem blutigen Terroranschlag auf ein UNO-Gästehaus in Kabul will Generalsekretär Ban Ki Moon Millionen in den Schutz von UNO-Personal in Konfliktzonen investieren.
In einer geschlossenen Sitzung mit Vertretern aller 192 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen forderte Ban, den UNO-Haushalt um 75 Millionen Dollar (77 Millionen Franken) für verstärkte Sicherheitsvorkehrungen aufzustocken.
Weitere 10 Millionen Dollar sollten für die finanzielle Entschädigung der Familien von UNO-Mitarbeitern bereit stehen, die bei Attacken auf die UNO getötet werden, sagte Ban vor der Vollversammlung in New York. Das 192-Länder-Gremium bestimmt über den Haushalt der Weltorganisation.
Ban bekräftigte, dass auch der jüngste Terroranschlag in Afghanistan die UNO nicht in die Knie zwingen werde. "Trotz der Trauer um die verlorenen Kollegen und Freunde sind wir entschlossen, unsere Mission fortzusetzen". Der Attacke von Talibankämpfern waren fünf Mitarbeiter aus den USA, den Philippinen, Ghana und Liberia zum Opfer gefallen.
Bei einer Gedenkfeier für die Toten am UNO-Hauptsitz kündigte Ban an, er werde Sicherheitskräfte von anderen Einsatzorten abziehen und vorübergehend nach Afghanistan schicken.
Laut Ban ist das UNO-Personal am Hindukusch zu einem "leicht verwundbaren Ziel" (soft target) geworden. Allein in diesem Jahr hätten 27 zivile Mitarbeiter der Weltorganisation ihr Leben verloren - mehr als die Hälfte davon in Afghanistan und in Pakistan.
Die Taliban hatten den Angriff auf das UNO-Gästehaus in Kabul offenbar mit dem Ziel unternommen, die Stichwahl in Afghanistan am 7. November stören. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen (UNAMA) will nach den Wahlfälschungen im ersten Durchgang für eine freie und unbehinderte Stimmabgabe sorgen.

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