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Der FC Barcelona steht in der Champions League ein zweites Mal vor dem Aus. Juventus Turin gewinnt das Viertelfinal-Hinspiel vor allem dank Doppeltorschütze Paulo Dybala 3:0.

Schon länger wird Paulo Dybala als designierter Nachfolger von Lionel Messi als Weltfussballer gehandelt. Die Parallelen sind in der Tat frappant. Argentinier, klein gewachsen, Linksfüsser, Dribblings in atemberaubendem Tempo. 32 Millionen hat Juventus Turin im Sommer 2015 für Dybala an Palermo überwiesen. Der Stürmer wird dereinst mit hohem Gewinn weiterverkauft - vielleicht nach Barcelona, um in die Fussstapfen von Messi zu treten.

Für einen Abend hat der Nachfolger den Vorgänger bereits überholt. Wie Dybala in den ersten 22 Minuten die 2:0-Führung für Juventus herausschoss, war exzellent. Einmal wurde er von rechts bedient (Juan Cuadrado), einmal von links (Mario Mandzukic), zweimal zirkelte er den Ball mit seinem starken Fuss flach in die Ecke. Dass Barcelonas deutscher Keeper Marc-André ter Stegen beim zweiten Gegentreffer nicht ganz schuldlos war, ändert nichts daran, dass sich Dybala die Bestnoten verdiente.

Allein die Protagonisten der ersten beiden Tore waren Dokument, dass Juventus-Trainer Max Allegri mit seiner offensive Aufstellung richtig gelegen hatte. Vier Stürmer nominierte er und setzte damit den Gegner gerade in der Startphase vor unlösbare Probleme. Beeindruckend waren indes nicht nur der Mut des Trainers sondern auch die Laufbereitschaft von Mario Mandzukic auf dem linken Flügel oder die Technik gepaart mit Zweikampfstärke der zentralen Mittelfeldspieler Sami Khedira und Miralem Pjanic. Oder die Ballsicherheit und das Tempo der Aussenverteidiger Alex Sandro und Dani Alves, der den Vorzug gegenüber dem Schweizer Stephan Lichtsteiner erhalten hatte.

Barcelona ohne individuelle Exploits

Der FC Barcelona konnte nicht kaschieren, dass er zwar noch in allen Wettbewerben eine Titelchance hat, aber eben doch eine eher schwächere Saison absolviert. Das 6:1 gegen Paris Saint-Germain war ein Highlight, aber es gab auch viele mühsame Auftritte - gerade auswärts. Das Spiel der Katalanen ist weiterhin auf Ballbesitz und kurze Pässe ausgerichtet, doch das Ensemble ist nicht mehr ein kunstvolles Gesamtwerk wie noch vor zwei Jahren.

Barcelona lebt mehr denn je von den individuellen Exploits seiner drei Stürmer. Das führte zwar dazu, dass der spanische Meister in der Champions League bisher mehr Tore erzielt hat als alle anderen Teams, doch wenn er einem soliden, aggressiven Kollektiv entgegentritt, führt die Monopolisierung des Balles nur zu statistischen Glanzwerten, nicht aber zu vielen Gefahrenmomenten vor dem gegnerischen Tor.

Auch nach dem dritten Gegentor durch Giorgio Chiellini (55.), erfolgreich mittels Kopfball nach einem Corner, blieb Barcelona in seinem Trott gefangen. Lionel Messi bereitete zwar noch eine Chance von Luis Suarez vor (68.), doch mehr kam nicht mehr. Dass Barcelona die Serie von nun 22 Juventus-Heimspielen ohne Niederlage in der Champions League nicht würde brechen können, zeichnete sich früh ab. Doch das 0:3 ist nun wohl eine zu grosse Hypothek. Eine Aufholjagd wie gegen Paris St-Germain scheint gegen Buffon, Bonucci und Co. undenkbar. Und so dürfte der FC Barcelona zum dritten Mal seit 2013 die Halbfinals verpassen.

Juventus Turin - FC Barcelona 3:0 (2:0)

41'000 Zuschauer. - SR Marciniak (POL). - Tore: 7. Dybala 1:0. 22. Dybala 2:0. 55. Chiellini 3:0.

Juventus Turin: Buffon; Dani Alves, Bonucci, Chiellini, Alex Sandro; Khedira, Pjanic (89. Barzagli); Cuadrado (73. Lemina), Dybala (81. Rincon), Mandzukic; Higuain.

FC Barcelona: ter Stegen; Sergi Roberto, Umtiti, Piqué, Mathieu (46. André Gomes); Rakitic, Mascherano, Iniesta; Messi, Suarez, Neymar.

Bemerkungen: Juventus Turin ohne Pjaca (verletzt), FC Barcelona ohne Busquets (gesperrt) sowie Aleix Vidal, Arda Turan und Rafinha (alle verletzt).

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SDA-ATS