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Basel-Stadt will Dreijährigen das Sprechen lehren

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 17:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Basel - Basel-Stadt will Dreijährigen Deutsch beibringen. Der Grosse Rat hat für einen Pilotversuch das Schulgesetz und das Tagesbetreuungsgesetz geändert. Die Vorlage bringt ein selektives Obligatorium für Fremdsprachige mit schwachen Deutschkenntnissen.
Der Rat hiess die Vorlage mit grossem Mehr gut. Dagegen war nur die SVP. Ohne Motivation der Migranten-Eltern sei Frühförderung zwecklos; viele wollten einfach nicht dazu gehören. Alle anderen Fraktionen unterstützten das Pilotprojekt; mehrere Voten lobten es als überfällig.
Es gab aber auch Kritik: Das selektive Obligatorium stiess links wie rechts auf Skepsis, weil die Selektionsweise noch sehr unklar sei. Just bildungsferne Eltern einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, sei kaum erfolgversprechend, mahnte die SP. Moniert wurde auch, wenn Ausländerkinder gratis in Spielgruppen geschickt werden, arme Schweizer dafür aber zahlen müssten.
Erziehungsdirektor Christoph Eymann gab zu, dass der Staat mit dieser Vorlage in die Erziehungshoheit der Eltern eingreift. Mit Blick auf das Wohl des Kindes sei dies aber richtig. Ohne Zwang gehe es nicht, das hätten Versuche anderswo gezeigt. Werde nicht gehandelt, drohten Parallelgesellschaften und soziale Probleme. Das Interesse sei weitherum gross am Basler Ansatz.

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