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Zieht man die Tabelle vor der 9. Runde der Super League heran, ist der FC Zürich für das Schlagerspiel vom Samstagabend in Basel der Favorit.

Die Zürcher liegen vor dem Abschluss des ersten Meisterschaftsviertels drei Punkte vor den Baslern und sind die ersten Verfolger des seinerseits drei Punkte voraus liegenden Leaders YB. Zumindest punktemässig ist die schon fast in Vergessenheit geratene Rivalität zwischen den FCB und dem FCZ wiederhergestellt. In der Saison 2008/09, als die Zürcher zum bislang letzten Mal Meister wurden, reichten sich die beiden Traditionsklubs das Wasser. Danach starteten die Basler ihr achtjähriges Solo, das nicht der FCZ und auch kein anderer Klub bremsen konnte.

Noch vor zwölf Monaten lagen der FCB und der FCZ so weit auseinander, wie es nur möglich sein kann. Die Zürcher verdingten sich in der Challenge League, während man in Basel ohne Verwunderung zu Kenntnis nahm, dass aus der ersten acht Meisterschaftsrunden das Maximum von 24 Punkten herausgeschaut hatte. Der achte Meistertitel in Folge wurde eine Selbstverständlichkeit. Die Basler siegten danach auch noch in der neunten Runde, bevor sie mit einem Unentschieden im Heimspiel gegen Thun die ersten Punkte liegenliessen.

Um sich in der laufenden Saison vor die Basler zu setzen, mussten die Zürcher nicht als Übermannschaft auftreten. Sie sind als einzige Mannschaft der Super League ungeschlagen, andererseits gewannen sie bei fünf Remis nur drei Spiele - gleich viele wie die schon dreimal besiegten Rivalen.

Zumindest im Herbstpensum ist die Spannung da, die viele Fans jahrelang vermisst hatten. Der Basler Jungtrainer Raphael Wicky benötigt am Samstag dringend einen Sieg, um die immer zahlreicher anrückenden Kritiker zumindest vorübergehend zum Verstummen zu bringen.

Die 9. Runde im Überblick. Am Samstag (19.00 Uhr): Basel - Zürich, Luzern - Lausanne-Sport. - Am Sonntag (16.00 Uhr): Lugano - Grasshoppers, Sion - Young Boys, St. Gallen - Thun.

Die Tabelle der Super League vor der 9. Runde: 1. Young Boys 8/17 (18:7). 2. Zürich 8/14 (9:4). 3. St. Gallen 8/12 (11:11). 4. Basel 8/11 (13:11). 5. Sion 8/11 (8:10). 6. Luzern 8/10 (11:13). 7. Grasshoppers 8/9 (12:16). 8. Thun 8/8 (15:16). 9. Lugano 8/8 (9:11). 10. Lausanne-Sport 8/6 (11:18).

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SDA-ATS