In der 25. Runde der Super League kommt es in dieser Saison zum dritten Kräftemessen der beiden Topkräfte Basel und YB. Die Hoffnung in Basel auf etwas Zählbares ist grösser als auch schon.

Die 21 Punkte, die zwischen Leader und Meister Young Boys und ihrem ersten Verfolger FC Basel liegen, sprechen eine klare Sprache. Neun Siege mehr haben die Berner in den bisher gespielten 24. Runden verbucht als der FCB und dabei mehr Tore geschossen und weniger Gegentreffer erhalten als der Verfolger. Auch die Direktbegegnungen in dieser Saison lassen wenig Interpretationsspielraum: 7:1 siegte YB daheim, 3:1 gewannen die Berner in Basel. Und dennoch gibt es Indizien dafür, dass die Basler unter Marcel Koller den sportlichen Graben zum Leader zuletzt wieder etwas zuschütten konnten.

YB ist zwar auch in der Rückrunde, was die Punkte angeht, das Mass der Dinge. Aus den sechs Meisterschaftspielen nach der Winterpause resultierten fünf Siege und ein Remis, Basel bringt es als zweitbestes Team der Rückrunde auf vier Siege bei zwei Remis. Allerdings zeigte das Team von Gerardo Seoane bei den 1:0-Siegen in Lugano, gegen Sion und bei GC ungewohnte Schwächen in der Chancenauswertung. Die Absenzen der Teamleader Miralem Sulejmani und Guillaume Hoarau wiegen schwerer, als zunächst angenommen.

Zudem zeigte der FC Luzern beim 4:0 im Cup-Viertelfinal, dass der Meister nicht unverwundbar ist. Die Innerschweizer überraschten YB mit einem aggressiven und mutigen Auftreten, obschon sich die Berner aufgrund der klaren Tabellensituation in der Meisterschaft voll auf die Cup-Partie konzentrieren konnten. Entsprechend sprach FCB-Coach Koller davon, dass es wichtig sei, körperlich voll dagegenzuhalten. Das Wichtigste aber sei, dass die Spieler des FCB von ihrem "Spiel überzeugt sind und wissen, dass wir gewinnen können".

Häberli brachte Luzern den Glauben zurück

Das Team der Stunde, Luzern, trifft derweil mit Thun auf das Team der Saison. Die Berner Oberländer haben sich hinter YB und Basel als "Best of the Rest" etabliert. Seit der Übernahme von Thomas Häberli als Trainer bei die Innerschweizer wiedererstarkt, in vier Pflichtspielen unter dem 44-Jährigen hat Luzern nie verloren und wie beim 4:0 gegen YB sogar begeistert.

"Die Mannschaft war vorhin nicht schlecht, und sie ist jetzt nicht schlecht. Aber jetzt ist der Glaube im Team zurück", sagt Thuns Coach Marc Schneider über den FCL. Allerdings stellt sich die Frage, wie gut Häberlis Team die Umstellung auf den Thuner Kunstrasen gelingt. Zuletzt reisten die Luzerner zuhauf ohne Punkte aus Thun ab. Zuletzt siegte der FCL in der Meisterschaft auswärts im Berner Oberland im November 2016.

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