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Nach dem Nein der Baselbieter Stimmberechtigten im Februar zur Erhöhung der Subvention ans Theater Basel um 4,25 Mio. Fr. springt das baselstädtische Parlament ein: Der Grosse Rat hat am Mittwoch seine Subvention um 1,5 Mio. Fr. für ein Jahr aufgestockt.

Querbeet in allen Voten war Frust zu hören über das knappe Nein des Nachbarkantons, wo mehr Theatergäste wohnen als im Stadtkanton. Die meisten sprachen sich gegen das falsche Signal der Stadt als Lückenbüsser aus. Das Grüne Bündnis bestand auf der "Forderung nach einer halbwegs angemessenen Beteiligung".

Doch wegen dem Nein klafft in der Theaterkasse ein Loch; auch mit der 1,5-Millionen-Nothilfe muss es sparen. Die SVP nahm die Wirtschaft in die Pflicht: Bisher nur 1,2 Mio. Fr. Sponsoring seien "lächerlich". Die CVP bat, alle sollten öfter ins Theater gehen. Die EVP regte eine gemeinsame Theater-Trägerschaft an mit dem Baselbiet.

Subventionsvertrag im Juni

Die Sorge um das Theater, auch als Standortfaktor für die ganze Region, überwog jedoch. Es sei schon effizienter geworden, doch nun sei die Zitrone ausgepresst, sagte Kulturminister Guy Morin. Ohne die Nothilfe würden 15 bis 20 Stellen gestrichen. Am Ende bewilligte der Grosse Rat die 1,5 Mio. Fr. mit grossem Mehr gegen 7 SVP-Stimmen.

Morin bekam die klare Forderung zu hören, dass diese Nothilfe kein Präjudiz sein dürfe für eine neue Subventionsvorlage, die er für Juni versprochen hatte. Das baselstädtische Parlament hatte nämlich seine Theatersubvention verknüpft mit jener des Baselbiets; mit dessen Nein ist der ganze Vertrag hinfällig.

Vor allem die FDP pochte - ohne konkrete Lösungsvorschläge - darauf, dass der künftige Subventionsvertrag nicht einfach mit baselstädtischem Geld das vom Baselbiet verweigerte Geld ersetzt. Morins Worte hatten diesen Eindruck erweckt; auch das Grüne Bündnis hatte in diese Richtung Verständnis signalisiert.

Die SVP wollte mit zwei Anträgen das Theater zwingen, seine Strukturen zu überarbeiten: Ihre Forderung, die Nothilfe in den Folgejahren zu kompensieren, blitzte jedoch trotz Sympathien bei FDP und GLP jeweils mit grossem Mehr gegen 15 Stimmen ab. Das Theater selber hatte seine Unterdeckung auf rund eine Million Franken im Jahr beziffert.

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SDA-ATS