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Mit Schüssen aus seiner ehemaligen Dienstwaffe der Schweizer Armee hat der Täter am 28. Januar 2018 den Medienanwalt Martin Wagner in dessen Haus in Rünenberg BL getötet. (Archivbild)

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Die tödlichen Schüsse auf den Basler Medienanwalt Martin Wagner vom 28. Januar sind aus rein privaten Motiven gefallen. Der Täter drückte mit seiner alten Armeepistole dreimal ab, bevor er sich selber richtete, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Nach Abschluss der Ermittlungen werde das Strafverfahren eingestellt, schrieb die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit Verweis auf Artikel 319.1.d der Strafprozessordnung: Der mutmassliche Täter - hierzu laufen letzte forensische Abklärungen - kann nach seinem Suizid nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Behörden hatten an jenem Sonntagmorgen um 08.57 Uhr eine Meldung über mehrere Schüsse und einen Nachbarschaftsstreit in Rünenberg BL erhalten. Gemäss den Ermittlungen schoss der 39-jährige Täter mit der Faustfeuerwaffe zuerst eine Scheibe der Haustür zu Bruch, um sich darauf mit einem Handgriff Zugang zur Villa zu verschaffen.

Ordonnanzwaffe

Der Täter kannte das 57-jährige Opfer schon länger. Er betrat dessen Haus und gab im Wohnbereich drei tödliche Schüsse auf Wagners Körper und Kopf ab. Der Täter verliess darauf die Villa und setzte dem eigenen Leben ein Ende; er starb sofort. Beim Eintreffen der Sanität lebte Wagner noch, verstarb aber trotz deren Bemühungen wenig später am Tatort.

Hinweise auf einen Streit oder eine tätliche Auseinandersetzung vor der Schussabgabe fanden die Ermittler keine. Auch stammten gemäss Kriminaltechnik alle sieben bei diesem Tötungsdelikt abgegebenen Schüsse aus der früheren Ordonnanz-Dienstwaffe des Täters. Diese hatte er nach seinem Ausscheiden aus der Schweizer Armee gekauft.

Zu den Gründen für die Tat schreibt die Staatsanwaltschaft nur, dass sie "ausschliesslich im Privaten lagen". Auf nähere Angaben verzichtet sie aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der hinterbliebenen Angehörigen. Wagner hinterlässt drei Kinder im Jugendalter - seine Frau war erst vor einigen Monaten einer schweren Krankheit erlegen. Der Täter hinterlässt Ehefrau und Kinder.

Tod am Dorfrand

Beim Tatort handelt es sich um eine moderne Villa in einem Einfamilienhausquartier am Rand des ruhig gelegenen 800-Seelen-Dorfes südlich von Gelterkinden BL. Der Jurist Wagner war gut vernetzt im Landkanton, etwa als Rechtskonsulent des Gewerbeverbands, der Wirtschaftskammer Baselland.

In der Schweizer Öffentlichkeit war Wagner unter anderem 2010 bekannt geworden, als er für zehn Monate als Verleger der "Basler Zeitung" (BaZ) unter Hauptinvestor Tito Tettamanti fungierte. Wagner war zudem bis 2011 Verwaltungsratspräsident der Weltwoche Verlags AG gewesen.

Wagner arbeitete zudem mit dem neuen Präsidenten des FC Basel, Bernhard Burgener, während Jahren eng zusammen: Bei der börsenkotierten Highlight Event and Entertainment AG war Burgener Präsident des Verwaltungsrats und Wagner Mitglied.

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