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Basler Schimpansen-Patriarch Eros stirbt 52-jährig

Eros, betagter Patriarch der Schimpansenfamilie im Zoo Basel, ist gestorben. Der Schimpansenmann lebte seit 1969 in Basel, zeugte 32 Kinder und erreichte das hohe Alter von 52 Jahren. Eros starb am 10. November, wie der Zoo am Montag mitteilte.

Sein Alter sei Eros schon lange anzusehen gewesen, und in den letzten Jahren sei er deutlich ruhiger geworden, schreibt der Zolli. Seine früher legendären Imponierauftritte habe er nur noch selten eingesetzt, und in seinen letzten Tagen habe er gar nicht mehr aufstehen mögen.

Vor 45 Jahren war Eros aus dem Zoo Seeteufel in Studen BE nach Basel gekommen. Er hatte, typisch für Schimpansenmänner, ein kaum zu bändigendes Temperament. In Basel unvergessen ist der 25. November 1987: Sechs Schimpansen entwichen aus dem Zolli - dies wegen eines nicht richtig verriegelten Tors im Affenhaus. Doch Eros spielte eine Hauptrolle.

Ziegelwurf in kurzer Freiheit

Denn der Clan-Chef der Schimpansen durchbrach danach ein Glasdachfenster und machte seinem Trupp so den Weg ins benachbarte Bachlettenquartier frei. Eros vergnügte sich dann damit, Ziegel vom Dach eines Neubaus zu werfen. Schliesslich konnte er, wie seine Genossen, mit einem Blasrohr narkotisiert und in den Zoo zurückgeholt werden. Ein Tier musste ein Polizist allerdings in Notwehr erschiessen.

In den Monaten vor seinem Tod erlebte Eros laut dem Zoo noch einen zweiten Frühling. So erkundete er im Herbst 2013 erstmals die neue Aussenanlage, die der Zoo Basel für seine Gorillas, Orang Utans und Schimpansen errichtet hatte, und mit den damals neu eingetroffenen Schimpansinnen Fifi (20) und Kitoko (20) aus Leipzig habe er rasch Freundschaft geschlossen.

Ausser seinen Kindern hatte Eros viele Enkel und Urenkel und gar einige Ur-Urenkel. Nach seinem Tod leben elf Schimpansen im Basler Zoo: der 2013 aus Osnabrück gekommene Kume (10) und Eros' zwei Söhne Colebe (8) und Fahamu (5), die Schimpansenfrauen Jacky (46), Xindra (38), Benga (34), Garissa (4), Fifi (20), Kitoko (20) und die beiden diesjährigen Jungen Lazima und Laini.

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