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Rund 800 Bauarbeiter sind am Samstag in Bern zusammengekommen und haben sich auf einen harten Arbeitskampf eingestimmt. Denn: Die angelaufenen Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Baumeistern für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) laufen harzig. Eine Eskalation droht.

An der sogenannten Bau-Landsgemeinde, zu der die Gewerkschaften Unia und Syna eingeladen haben, beschlossen die Bauarbeiter, nicht ausschliesslich auf die Verhandlungen zu setzen. Im Sommer sollen auf Baustellen diverse Aktionen durchgeführt werden. Weiter ist am 24. September in Bern eine nationale Kundgebung geplant. Nützt alles nichts, sind Streiks gegen Ende Jahr nicht ausgeschlossen.

"Kampfmassnahmen in Form von Streiks kommen jedoch nur in Frage, falls die Verhandlungen zu scheitern drohen", sagte Syna-Sprecherin Sandra Leis auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Unia-Sprecher Nico Lutz hielt fest, dass der bis Ende 2011 geltende Vertrag mit den Baumeistern eine Friedenspflicht vorsehe.

Die Gewerkschaften verlangen für die Bauarbeiter unter anderem einen Ausbau des Schutzes bei Unfall oder Krankheit. Auch sollen das geltende Rentenalter 60 sowie die Mindestlöhne nicht in Frage gestellt werden. Bereits im April beschlossen die Delegierten der Unia, dass lediglich über Verbesserungen verhandelt werden soll.

Die Baumeister argumentieren ihrerseits, dass trotz voller Auftragsbücher die Margen immer kleiner würden. Die Ertragslage sei wegen des Preiskampfes unbefriedigend.

Auf die Streikdrohung der Gewerkschaften reagierte Baumeister-Präsident Werner Messmer gereizt. Gegenüber "Echo der Zeit" von Schweizer Radio DRS sprach er von einer "Provokation". Bei einer Verhandlung legten die Parteien normalerweise ihre Forderungen auf den Tisch, bevor diese in die Öffentlichkeit getragen würden.

Der bestehende Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe regelt die Arbeitsbedingungen von rund 100'000 Bauarbeitern. Der Vertrag läuft Ende Jahr aus. Das Klima zwischen Bauarbeitern und Baumeistern ist besonders angespannt, seit die Baumeister im vergangenen Dezember die Lohnverhandlungen abgebrochen haben.

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SDA-ATS