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Trotz grosser organisatorischer Probleme ist das Weltsozialforum in Dakar am Freitag als Erfolgsgeschichte zu Ende gegangen. Rund 90'000 Menschen aus 123 Ländern nahmen an dem Forum teil, das von Migranten, Frauen, Bauern und den Protesten in Ägypten geprägt wurde.

"Wir sind positiv überrascht von der Mobilisierung der Leute", sagte Taoufik Ben Abdallah, Koordinator des Forums, vor den Medien. Es seien doppelt so viele Menschen gekommen, wie erwartet.

Einen starken Eindruck am sechstägigen WSF hinterliess Afrika: Teilnehmer aus 45 Ländern des Kontinents waren in die senegalesische Hauptstadt Dakar gereist.

Inspiration aus Ägypten und Tunesien

Als "Glücksfall" und "exzellente Konstellation" für das WSF bezeichneten die Organisatoren die Revolten in Tunesien und Ägypten. Die Geschehnisse in Nordafrika hätten den Leuten etwas Grundlegendes gezeigt, sagte der Tunesier Ben Abdallah: "Wenn die Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen, dann sind sie auch fähig dazu."

Die senegalesische Präsident Abdou Laye Wade habe vor solchen Entwicklungen Angst gehabt, sagte Bernard Bokodjin, Presseverantwortlicher des WSF. Aus diesem Grund habe der vor wenigen Wochen neu eingesetzte Rektor der Universität Cheikh Anta Diop die mit dem vorherigen Rektor vereinbarte Raumnutzung für die WSF-Veranstaltungen nicht eingehalten.

Resultat war besonders an den ersten Tagen des Forums ein grosses Chaos. Rund die Hälfte aller Veranstaltungen fanden nicht oder in den eilig aufgestellten Zelten statt, wie Bokodjin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Keine offizielle Erklärung

Zum Abschluss der WSF in Dakar fand am Freitagnachmittag eine Schlussversammlung aller Teilnehmer statt. Neben Konzerten und Shows wurden die wichtigsten Ergebnisse der zwölf thematischen Achsen des Forums vorgestellt. Eine gemeinsame offizielle Schlusserklärung des WSF gab es wie schon in den letzten Jahren nicht.

"Die Identität des WSF ist es, nicht zu versuchen, alle Meinungen und Erfahrungen in einer Deklaration unterzubringen", sagte Taoufik Ben Abdallah. Das solle aber die einzelnen Bewegungen nicht daran hindern, eigene Beschlüsse oder Forderungen zu veröffentlichen.

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SDA-ATS