Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Hansjörg Walter tritt auf November 2012 als Präsident des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) zurück. Er war seit 2000 oberster Bauer der Schweiz und wäre 2008 beinahe Bundesrat geworden.

Der SBV teilte den Rücktritt am Donnerstag mit. Der Thurgauer SVP-Nationalrat wird voraussichtlich in der kommenden Wintersession zum Nationalratspräsidenten gewählt. Während seines Präsidialjahrs übernehmen seine Stellvertreter beim Bauernverband seine Aufgaben. Danach gibt er das SBV-Präsidium ab.

Den heute 60-Jährigen Landwirt zeichne vor allem seine grosse Akzeptanz über die Grenzen der Landwirtschaft hinaus aus, sagte SBV-Kommunikationschef Urs Schneider auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Er wirkt zudem sehr glaubwürdig und hat eine grosse Wirkung in der Öffentlichkeit."

Auch im Parlament geniesst Walter hohes Ansehen. Im Dezember 2008 wäre er beinahe Bundesrat geworden: Linke, Grüne und Teile der CVP hatten ihn als Sprengkandidaten gegen Ueli Maurer ins Spiel gebracht. Walter erhielt 121 Stimmen, obwohl er bereits im Vorfeld angekündigt hatte, dass er die Wahl nicht annehmen würde. Maurer wurde schliesslich mit 122 Stimmen in die Regierung gewählt.

Walters Nachfolger oder Nachfolgerin im Bauernverband muss laut Medienchef Urs Schneider breite Kenntnisse in den landwirtschaftlichen Dossiers mitbringen. Doch die politische Versiertheit alleine genüge nicht: "Er muss viel Verständnis für die bäuerliche Basis mitbringen, ein guter Kommunikator und eine Führungspersönlichkeit sein."

Bauer, aktiv gesucht

Von SVP-Präsident Toni Brunners Vorschlag, alt Bundesrat Christoph Blocher als höchsten Bauern zu lancieren, hält man beim SBV offenbar wenig. Sprecher Schneider: "Das ist parteipolitisches Kalkül und unrealistisch."

Der Bauernpräsident sollte ein aktiver Bauer mit eigenem Betrieb sein, der täglich mit den Problemen der Landwirtschaft konfrontiert sei. Auch vom Alter her komme Blocher "eher nicht in Frage".

Brunner hatte im "Schweizer Bauer" vom Mittwoch gesagt, Blocher wäre als gelernter Bauer "einer der schlagkräftigsten Vertreter für die Sache der Bauern".

Bis Hansjörg Walter 2012 definitiv zurücktritt, springen die beiden SBV-Vizepräsidenten Josef Dissler und Fritz Glauser in die Bresche. Die politische Interessenvertretung hingegen übernimmt Verbandsdirektor und FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois.

Im November 2012 finden laut Mitteilung die Wahl der Verbandsgremien statt. Für Walters Nachfolge setzt der Vorstand auf den 1. Januar 2012 eine Findungskommission ein - sie wird ein besonderes Augenmerk auf die Parlamentsmitglieder richten. "Es wäre für den Verband und seine politische Arbeit wichtig, erneut ein Ratsmitglied an der Spitze zu haben", heisst es in der Mitteilung.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS