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Bayerische Ermittler haben einer Bande von Internetbetrügern das Handwerk gelegt, die rund 100'000 Opfer um Millionen Euro geprellt haben. Bei einer landesweiten Razzia wurden vergangene Woche in Deutschland acht Tatverdächtige verhaftet.

Unter den Verhafteten befinden sich auch Drahtzieher der Bande, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag in München mitteilte. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde in Österreich festgenommen.

Die mutmasslichen Täter im Alter von 20 bis 39 Jahren sollen in zahlreichen Onlineshops Waren gegen Vorauszahlung angeboten, aber nie geliefert haben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmässigen Betruges.

LKA und Staatsanwaltschaft waren den Internetbetrügern seit anderthalb Jahren auf der Spur. Die mutmasslichen Täter stellten demnach zahlreiche seriös aussehende Onlineshops ins Netz, in denen sie Waren zu auffällig günstigen Preisen anboten.

Darunter waren zum Beispiel Lego-Spielzeug, Elektroartikel oder auch Ein-Kilo-Goldbarren für 24'704 Euro. Für das Impressum missbrauchten sie häufig die Daten ahnungsloser Firmen.

Konten in der Schweiz

Das Geld, das die Geschädigten per Vorauszahlung zahlten, floss demnach auf Konten von 1000 sogenannten Finanzagenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wurde von dort weiter transferiert.

Diesen Privatpersonen, die meist per E-Mail geködert wurden und ihr Konto gegen Bezahlung zur Verfügung stellten, war laut LKA meist gar nicht bewusst, dass sie zur Geldwäsche missbraucht wurden. Die Bande soll nach bisherigen Ermittlungen auch Kontodaten fremder Menschen ausgespäht und Online-Bankkonten geplündert haben.

Schwierige Ermittlungen

Die Ermittlungen zu den Drahtziehern der Betrügerbande gestalteten sich nach Angaben der Ermittlungsbehörden sehr schwierig, da die Täter die Spuren im Internet durch falsche Personalien und ausgeklügelte Verschleierungstechniken "gekonnt verwischten". Mit Hilfe von spezialisierten Ermittlern kam das LKA den Hintermännern dennoch auf die Spur.

Am Mittwoch vergangener Woche durchsuchte die Polizei bundesweit 29 Wohnungen und Büros und verhaftete acht Verdächtige; einen weiteren in Niederösterreich. Wie viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich betrogen wurden, stand noch nicht endgültig fest, da bisher längst nicht alle Anzeige erstattet haben.

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SDA-ATS